Warum man Excel-Dateien nicht im Modus Seitenlayout speichern sollte

Auf der Suche nach dem Grund warum einige Excel-Dateien auf Netzlaufwerken sich nur mit erheblichen Wartezeiten öffnen ließen, führte die erste naheliegende Vermutung es läge am Netzlaufwerk nicht zum Ziel. Auch eine lokale Kopie auf dem Terminalserver brachte keinen Geschwindigkeitszuwachs beim Öffnen der Datei.

Bei folgenden Dialogen blieb der Ladevorgang der betroffenen Dateien je nach Tabellenblatt-Anzahl der Datei bis zu 5 Minuten (!) stehen:

excel-seitenlayout_01

excel-seitenlayout_02

Der von mir bisher noch nie wahrgenommene Punkt „Druckerzugriff“ brachte mich auf die Idee, die Datei mal auf einem Rechner bzw. in einer Terminalserver-Session ohne installierte Drucker zu öffnen. Dies brachte schon mal einen ordentlichen Geschwindigkeitszuwachs. Auch der Wechsel des Standarddruckers bei installierten Druckern führte zu unterschiedlichen Wartezeiten.

Dann habe ich mir die Excel-Datei noch einmal genauer angesehen und musste feststellen, dass alle langsam ladenden Dateien eines gemeinsam hatten: Jedes Tabellenblatt war im Modus „Seitenlayout“ abgespeichert. Erkennbar an der ungewohnten Ansicht und dem entsprechenden Symbol unten in der Leiste:

excel-seitenlayout_03

Durch dieses Seitenlayout wird wohl direkt beim Öffnen des Dokumentes eine neue Druckvorschau, sehr wahrscheinlich mit dem Treiber des ausgewählten Standard-Druckers, erstellt. Macht auch irgendwo Sinn wenn man diesen Modus nutzt um die Druckansicht zu haben. Bei Dateien mit wenigen Tabellenblättern ist das auch gar nicht so auffällig und dauert nicht merklich länger beim Öffnen. Bei Dateien mit mehr als 50 Tabellenblättern und jeweils vielen Seiten kann das aber schon 5 Minuten Ladezeit in Anspruch nehmen. Die einzige brauchbare Lösung: Nicht in diesem Modus speichern. Nachdem alle Tabellenblätter wieder umgestellt wurden verringerte sich die Ladezeit von 5 Minuten auf ca. 5 Sekunden!

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