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Screenshots mit PowerShell automatisch unter Windows speichern

Wie man einen Screenshot mit der „DRUCKEN“-Taste erstellt wissen wohl die meisten Computerbenutzer. Aber es kann auch Sinn machen Screenshots völlig automatisiert im Hintergrund speichern zu können. Dafür braucht man nicht einmal Drittsoftware. Man kann auch ein einfaches PowerShell-Skript nutzen, um automatisiert Screenshots unter Windows speichern zu lassen. Wie man das macht erfährst du in diesem Artikel.

 

Screenshot mit PowerShell speichern

Um einen Screenshot mit der PowerShell zu speichern erstellt man sich am besten direkt eine Funktion, die man dann nur noch aufrufen braucht. Für diese benötigt man die Assembly „System.Windows.Forms“, die man einfach nur einbinden muss. Ich habe diese SaveScreenshot genannt. Man könnte diese noch sinnvoll erweitern und bspw. den Speicherort und das Pattern für den Dateinamen als Parameter an die Funktion übergeben:

Diese Funktion kann z. B. sinnvoll sein, wenn man auf einem System zum Zeitpunkt der Skriptausführung aus irgendeinem Grund sehen möchte was danach auf der Benutzeroberfläche zu sehen war. Oder wenn man prüfen möchte was ein Benutzer gemacht hat 😉 (Achtung: könnte rechtlich problematisch sein ohne Zustimmung des Benutzers!)

In dieser Variante werden die Screenshots unter Laufwerk D: im Ordner „ScreenCapture“ abgelegt und nach dem Format „Computername_Benutzername_Datum_Uhrzeit.png“ abgelegt. Das kann man nach Belieben abändern:

 

Automatisch Screenshots speichern

Um dann endlos Screenshots erstellen zu lassen, beispielsweise alle zwei Sekunden, braucht man diese Funktion dann nur in einer Schleife aufzurufen. Hierfür kann man z. B. einfach eine While-Schleife nehmen, deren Bedingung immer „true“ bleibt:

Dieses Skript könnte man dann z. B. einfach einmalig starten oder man könnte es als Windows Task einrichten. Dann bräuchte man allerdings die Schleife nicht unbedingt, wenn man diesen Task beispielsweise alle 10 Minuten ausführen lässt.

 

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Tobias Langner

Ich arbeite seit mehreren Jahren als Software-Release-Manager, zuvor als IT-Administrator, bin ausgebildeter Fachinformatiker für Systemintegration und Studium-"Pausierer" an der FernUni Hagen. Achtung: Für die Richtigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen, Skripte, etc. übernehme ich keine Gewähr. Deren Nutzung geschieht ausdrücklich auf eigene Gefahr!

Tobias Langner

Ich arbeite seit mehreren Jahren als Software-Release-Manager, zuvor als IT-Administrator, bin ausgebildeter Fachinformatiker für Systemintegration und Studium-"Pausierer" an der FernUni Hagen. Achtung: Für die Richtigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen, Skripte, etc. übernehme ich keine Gewähr. Deren Nutzung geschieht ausdrücklich auf eigene Gefahr!

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6 Gedanken zu “Screenshots mit PowerShell automatisch unter Windows speichern

  1. Hallo, das funktioniert ganz hervorragend. Ich hab allerdings versucht, das mit dem Aufgabenplaner zu automatisieren. Also Powershell starten und mit -command oder -File die .ps1 einbinden – da erhalte ich aber nur schwarze Bilder. Wenn ich die selbe Datei „normal“ von Hand starte, geht’s. Muß man da noch Parameter bei der Aufgabenerstellung einfügen?

    Vielen Dank schonmal im voraus.

    1. Hallo Jan,

      freut mich, dass es grundsätzlich funktioniert. Wird das Skript eventuell unter einem anderen Benutzer ausgeführt? Wenn Bilder angelegt werden, scheint das Skript ja zumindest korrekt gestartet zu werden.

      Viele Grüße
      Tobias

      1. Hallo Tobias, Danke erstmal für die schnelle Antwort.

        Es ist egal, von welchem Benutzer ich das Script ausführe – das geht „von Hand“ immer. Ich habe die Aufgabe mit dem Administrator Konto erstellt und lasse das unabhängig von der Benutzeranmeldung ausführen. Egal welcher Benutzer sich anmeldet, es sind nur schwarze Bilder und hin und wieder ist der Mauszeiger drauf. Ich vermute, daß das mit dem Aufgabenplaner zusammenhängt – daß der also an den Scriptverweis noch irgendeinen Parameter angehängt haben will.

        Gruß – Jan

        1. Hallo Jan,

          ah, so etwas habe ich vermutet. Das Problem wird vermutlich genau daran liegen, dass es als Administrator gestartet wird. Dieser hat ja keine aktive Sitzung in der das Bild deines anderen Benutzers zu sehen ist. Ich schaue mir das später nochmal an und ergänze noch meine Erkenntnisse im Post.

          Viele Grüße
          Tobias

  2. Hallo Tobias,

    genau so isses, wenn ich die Benutzer für die Stapelverarbeitung zulasse, geht´s. Ich überlege nur, ob das auch gut ist, oder ob ich besser nach einer anderen Möglichkeit suchen sollte.

    Gruß – Jan

    1. Hallo Jan,

      danke für die Rückmeldung. Mir fällt jetzt auf die Schnelle zumindest nichts ein, was dagegen spricht. Die Benutzer konnten das Skript ja auch manuell ausführen.

      Viele Grüße
      Tobias

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