WordPress: Kommentarfunktion per Plugin für die DSGVO fit machen

In einem anderen Artikel habe ich bereits beschrieben, wie man die Kommentarfunktion in WordPress „kastriert“ um die IP-Adresse des Kommentators nicht mehr zu speichern. Theoretisch stellt auch die Speicherung, zumindest für einen gewissen Zeitraum, wohl keine Verletzung der DSGVO dar, da man als Seitenbetreiber ein berechtigtes Interesse darlegen kann, aber wenn man es nicht braucht: Deaktivieren!

Ein weiterer nötiger Schritt ist es, die Erlaubnis des Kommentators dafür einzuholen, seine persönlichen Daten speichern und verwenden zu dürfen. Wer hätte das gedacht, dass der eingegebene Name als Autor auf der Webseite erscheint und dass man eventuell eine E-Mail bekommt, wenn der Seitenbetreiber wegen eines unangebrachten Kommentars Kontakt mit einem aufnimmt. Irgendwie ist in solchen Fällen meiner Meinung nach die Auskunftspflicht eine ziemliche Lachnummer, aber daran lässt sich wohl nichts ändern, da die Gefahr besteht, dass man diese Daten auch zu anderen Zwecken heran zieht.

Ich habe dafür einfach ein Plugin namens „WP GDPR Compliance“ installiert. Die Konfiguration ist sehr einfach. Man aktiviert einfach die Funktion „WordPress-Kommentare“ und kann dann die vorgefertigten Texte editieren:

 

Wenn ich eines der unterstützen Kontaktformular-Plugins nutzen würde, könnte ich an dieser Stelle auch das Kontaktformular DSGVO-ready machen. Da dies nicht der Fall ist, muss ich dies leider manuell vornehmen.

Um die Verlinkung zur Datenschutzerklärung innerhalb der zuvor gezeigten Hinweistexte vorzunehmen, teilt man dem Plugin mit, welche Seite die Datenschutzerklärung beinhaltet und kann den Link dann in den Texten mit der Variable %privacy_policy% einbinden:

 

Das Ergebnis unter der Kommentarfunktion sieht dann so aus:

 

Ganz wichtig ist, dass dem Benutzer keinerlei Entscheidung abgenommen werden darf. Das Kästchen also per Default anzukreuzen wäre rechtswidrig und käme wohl dem Nichtvorhandensein des nötigen Textes gleich.

Ganz nett ist noch eine Checkliste die im Plugin enthalten ist, wo man (nicht abschließend) prüfen kann ob noch bei anderen Dingen (wie einem Bestellformular) Handlungsbedarf besteht:

 

Tobias Langner

Tobias Langner

Ich arbeite seit mehreren Jahren als Software-Release-Manager, zuvor als IT-Administrator, bin ausgebildeter Fachinformatiker für Systemintegration und Studium-"Pausierer" an der FernUni Hagen. Achtung: Für die Richtigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen, Skripte, etc. übernehme ich keine Gewähr. Deren Nutzung geschieht ausdrücklich auf eigene Gefahr!

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