Proprietäre Dateiformate oder warum die Bewerbung nicht berücksichtigt wird

Heute, mal wieder, habe ich eine Bewerbung für die Personalabteilung „lesbar“ machen müssen. Immer wieder kommt es vor, dass Leute ihre Unterlagen in nicht gerade klug gewählten Dateiformaten einschicken. Word-, Excel- und OpenOffice-Dateien sind an der Stelle noch die bessere Wahl einiger Bewerber. Wenn dies dann auch noch bei den Bewerbungen von jüngeren Leuten passiert, ist das meiner Meinung nach umso peinlicher. Man sollte meinen, dass Leute die den ganzen Tag bei WhatsApp chatten und jeglichen Schrott mit ihren Smartphones machen, in der Lage sein sollten zu googeln in welches Format man seine Bewerbung exportieren sollte.

Das heutige Format der Wahl waren .pages-Dateien aus dem Apple-Universum. Zumindest findet man sowas raus, wenn man nach der Datei-Endung googelt. Das wiederum kann oder macht die Personalabteilung nicht, aber vielleicht ist es auch besser so 😉

Im Fall der .pages-Dateien muss man nur ein .zip als Endung anhängen. Dann kann man den Kram entpacken und erhält eine Preview-Datei als JPEG, die man sich dann zumindest ansehen kann.

So konnte ich immerhin das weitergeben. Im Normalfall wäre die E-Mail aber im Papierkorb gelandet. Meine persönliche Vermutung ist, dass dies wahrscheinlich im Allgemeinen sehr oft vorkommt und sich einige Leute nicht wundern brauchen, dass sie auf ihre Bewerbung nie eine Antwort bekommen. Zwar könnte man beim Bewerber ein brauchbares Format anfordern, aber wieso sollte man das machen, gerade wenn es noch mehr Bewerber gibt? Oftmals wird die E-Mail aufgrund eines solchen Dateiformats auch direkt als Spam- oder Phishing-Versuch angesehen und wird eventuell sogar direkt gefiltert.

Eine ausführlichere Zusammenstellung wie man an ein brauchbares Dateiformat kommt, gibt es auf dieser Seite!

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