Eigene Domain, aber anderer Mail-Anbieter

Mittlerweile ist mir dieses Phänomen verstärkt aufgefallen: Ein (kleines) Unternehmen hat zwar eine Webseite mit dem korrekten Frimennamen, aber eine E-Mail-Adresse wie firmenname@gmx.de oder firmenname@t-online.de. Im Jahr 2000 war das vielleicht noch ok, aber wir leben im Jahr 2018. Auf mich macht das immer einen etwas merkwürdigen Eindruck. Gerade wenn es um Firmen geht, die vielleicht sogar im IT-Umfeld tätig sind, finde ich, macht dies keinen kompetenten Eindruck und schon etwas peinlich.

Was ist das Problem?

Meine Vermutung warum dies so ist dürfte wohl in den meisten Fällen zutreffen: Irgendeine Werbeagentur macht halt die Webseite für den Kunden und hat deshalb die Domain registriert und verwaltet diese. Der Kunde selber hat keine Ahnung und die Werbeagentur auch nicht oder sie hat keine Lust sich mit der Konfiguration rumzuschlagen. Deshalb wird am Ende der einfache Weg gewählt und es wird halt ein Mail-Konto bei einem anderen Mail-Anbieter in Anspruch genommen, eventuell sogar bei einem Free-Mail-Anbieter und dann auch ohne zu prüfen, ob man diesen kommerziell überhaupt nutzen darf.

Bei Google-Mail und Microsoft-Mail-Konten dürfte meiner Meinung nach aufgrund der DSGVO auch etwas Vorsicht geboten sein. Schließlich wird bei Google defintiv der Mail-Inhalt durchforstet um gezielt Werbung anzuzeigen, da sich das Free-Angebot an Privatkunden richtet

 

Was macht am meisten Sinn?

Meiner Meinung nach sollte sowohl unter einer Mail-Adresse der Firmen-Domain die Mails empfangen und auch verschickt werden. Deshalb halte ich folgendes auch ab und zu praktizierte Vorgehen nicht für sinnvoll:

info@musterfirma.xyz – > Weiterleitung -> musterfirma@freemailanbieter.xyz

Zwar können die Mails so an eine seriöse Mail-Adresse geschickt werden, aber der Kunde wird eine Antwort von einer abweichenden unseriös wirkenden Mail-Adresse bekommen.

 

Zur „Umgewöhnung“ von Alt-Kunden sollte man meiner Meinung nach folgenden Weg wählen:

musterfirma@freemailanbieter.xyz – > Weiterleitung -> info@musterfirma.xyz

Alternativ kann man auch einen Auto-Responder bei der Free-Mail-Adresse setzen und auf die neue Mail-Adresse verweisen, aber dann laufen dort trotzdem weiter Mails im Posteingang auf.

 

Allerdings sind vielen kleinen Handwerkern ihre Mail-Postfächer eh egal und das ganze ist für sie nicht interessant, denn sie lesen ihre E-Mails sowieso nicht 😀

 

Tobias Langner

Ich arbeite seit mehreren Jahren als IT-Administrator, bin ausgebildeter Fachinformatiker für Systemintegration und Studium-„Pausierer“ an der FernUni Hagen

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