Programmieren lernen? Das sollte man auf jeden Fall

Damals, so als ich 14 oder 15 Jahre alt war, hatte ich mir vor irgendwelchen Ferien mal vorgenommen Programmieren zu lernen. Dazu hatte ich mir eigentlich recht einfache Beschreibungen aus dem Internet geladen und ausgedruckt und wollte mich mit den Begrifflichkeiten „Variable“, „Funktion“ etc. ausgiebig beschäftigen. Sogar die kostenlose Visual Studio 2005(?)-Testversion hatte ich mir damals heruntergeladen und damit herumgespielt.

Leider kam ich über ein „Hello World“ trotz eigentlich vorhandenem Interesse nicht viel weiter hinaus. Wie es meistens so ist: vor allen Dingen aus jugendlicher Faulheit. Statt mir ein vernünftiges Projekt zu suchen, habe ich keine „große“ Idee für ein Programm gehabt und habe dann nicht mehr weiter gemacht. Schade, denn es gibt einen ganz einfachen Tipp für Leute, die anfangen wollen zu Programmieren! Und dieser lautet: Such dir etwas was es bereits gibt und bau den Kram einfach nach!

Dabei lernt man sogar recht viel, denn man hat das fertige Produkt schon vor Augen. Ansonsten macht man sich, gerade wenn man unerfahren ist, keinerlei Plan wie das fertige Programm aussehen soll und was es alles können muss. Wenn man aber eine solche Vorgabe hat, fällt diese Hürde schon einmal weg, die einem sonst den Spaß schon im Vorfeld raubt und man nur komplett planlos irgendetwas dahin programmiert.

Was ist geeignet als erstes Projekt? Vor allen Dingen sind einfache Spiele, die man so kennt, dafür geeignet. Ich habe beispielsweise irgendwann während der Ausbildungszeit oder kurz danach, ich weiß es gar nicht mehr genau, angefangen ein Tic-Tac-Toe in C# zu schreiben:

 

Wichtig: Es ist meiner Meinung nach völlig egal, in welcher Programmiersprache man anfängt. Natürlich ist eine moderne Programmiersprache aufgrund der teils herausgenommenen Komplexität einfacher zu erlernen und somit gerade für einen absoluten Anfänger zu empfehlen. Auf die Sprüche von einigen „Hardcore-Fans“ von altbackenen Sprachen, die behaupten dass man nur in einer alten hardwarenäheren Sprache richtiges Programmieren lernt, kann man getrost pfeifen. Es geht beim Programmieren sowieso mehr um die Denkweise und das Vorstellungsvermögen wie man etwas umsetzen kann und nicht um irgendwelche bescheuerten Befehle in einer Programmiersprache deren Bedeutung man niemals vergessen darf.

 

Ein Tipp allerdings was man nicht machen sollte: Einen voll funktionsfähigen Taschenrechner programmieren der mehr kann als nur Plus, Minus, Dividieren und Multiplizieren. Falls man das als allererstes Projekt startet, kann man dann in ein paar Jahren davon berichten wie weit man damit ist 😀

 

Tobias Langner

Ich arbeite seit mehreren Jahren als IT-Administrator, bin ausgebildeter Fachinformatiker für Systemintegration und Studium-„Pausierer“ an der FernUni Hagen

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