Buch-Review: Total Recall – Die wahre Geschichte meines Lebens (von Arnold Schwarzenegger)

Auch wenn mich Bodybuilding nicht wirklich interessiert und ich auch nicht gerade ein sportlicher Zeitgenosse bin, hat mich die Biografie „Total Recall“ von Arnold Schwarzenegger (benannt nach einem seiner Filme) recht beeindruckt. Dies liegt vor allen Dingen an den Sachen, die man nicht vermuten würde wenn man Herrn Schwarzenegger nur von der Leinwand und vielleicht als Gouverneur kennt.

Im Buch wird der ganze Werdegang von Arnold aufgezeigt, der richtig durchstartet wenn er in die USA loszieht. Von Anfang an ist er neben seinen Bodybuilding-Tätigkeiten auch unternehmerisch tätig und hat eigentlich immer irgendeine Art von Business (mit anderen Personen) nebenher am laufen. So ist er auch stark in Immobilien investiert. Mit dem hohen Einkommen, das er dann im Laufe der Zeit durch seine Filmrollen generiert, ist es für ihn kein Problem solche weiteren Einkommensquellen aufzubauen. Das ganze gipfelt in der total abstrus wirkenden Investition in ein Linienflugzeug (!), welches er kauft und an eine Airline vermietet. Dies ist tatsächlich nicht so ungewöhnlich, da wohl die meisten Airlines ihre Flugzeuge leasen/mieten, … aber in derRegel eher selten von einem Schauspieler 😀

Neben den erfolgreichen Unternehmungen und Karriere-Höhepunkten werden allerdings auch die Misserfolge, an denen es in so gut wie keinem Leben einen Weg dran vorbei gibt, abgehandelt. Von nicht gut gelaufenen Filmen, einer missglückten Investition in Landfläche, gesundheitlichen Problemen, über den zuerst missglückten Anlauf in die Politik einzusteigen bis zu seiner großen Schandtat seine Frau zu betrügen und ein außereheliches Kind zu zeugen ist wirklich alles dabei. Aber die Erwähnung dieser Schattenseiten finde ich sehr gut und es zeigt einem mal wieder, dass hinter jedem erfolgreichen Menschen auch harte Zeiten und nicht so glorreiche Taten stehen.

Wer sich für die Geschichte einer wirklich beeindruckenden Karriere und auch die Schattenseiten interessiert, für den ist dieses Buch wirklich lesenswert. Wenn man selber nicht wirklich daran interessiert ist im Leben weiter zu kommen, dann wird das Buch einen vermutlich nicht so packen und als eine nette Geschichte im Schrank landen.

Eine Weisheit von Herr Schwarzenegger werde ich nicht vergessen, die wohl der Grund ist, warum die meisten Menschen nie einen „amerikanischen Traum“ wie er selbst erleben werden. Bei irgendeiner Rede wurde er gefragt, wie man denn so etwas alles machen soll (ich meine damit bezog sich der Fragesteller auf den Sport, das Fortbilden, nebenher Geschäfte aufbauen etc.) wenn man doch schon 8 Stunden am Tag durch die Arbeit verliert. Die einfache Antwort von Herr Schwarzenegger: „Der Tag hat 16 weitere Stunden!“ – Klar, etwas überspitzt, aber die Message ist klar und richtig!

 

Schreibe einen Kommentar