Trick um alte Software auf einem Terminalserver zum Laufen zu bringen

Ab und zu benötigt man ein älteres Programm, in diesem Fall eine alte Warenwirtschaft, auch in einer Terminalserver-Umgebung. Da das Setup sich nicht vernünftig auf dem Terminalserver ausführen ließ und unvollständig abgeschlossen wurde, habe ich den Programm-Ordner einfach von einem anderen Rechner über die Installation kopiert. Ein paar Anwendungen liefen, aber leider nicht alle.

Sofern das Programm keine weiteren Registry-Einträge verlangt und, wie in meinem Fall, lediglich das Fehlen einzelner DLL-Dateien anmeckert, kann aber folgender einfacher Trick helfen: Einfach in dem Programmverzeichnis nach DLL-Dateien suchen und diese alle in das Verzeichnis mit den betroffenen EXE-Dateien kopieren. Eventuell hat man diese dadurch zwar x-mal in den Verzeichnissen liegen, aber die Dateien müssen so nicht korrekt im System registriert sein, sondern werden vom betroffenen Programm direkt gefunden.

Alternativ kann man sich natürlich auch die Mühe machen alle Dateien mit dem regsvr32-Befehl zu registrieren.

Tobias Langner

Ich arbeite seit mehreren Jahren als IT-Administrator, bin ausgebildeter Fachinformatiker für Systemintegration und Studium-„Pausierer“ an der FernUni Hagen

Achtung: Für die Richtigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen, Skripte, etc. übernehme ich keine Gewähr. Deren Nutzung geschieht ausdrücklich auf eigene Gefahr!

Windows 10: Driver Power State Failure

Seit dem letzten ungewollten Windows Update fährt mein Rechner nicht mehr korrekt herunter. Nach dem Windows ca. 5 Minuten lang versucht herunterzufahren, kommt ein Bluescreen mit der Meldung „Driver Power State Failure“. Vor einiger Zeit hatte ich das Problem schon mal und habe es umgangen, in dem ich den Hibernation Mode abgeschaltet habe. Da dies aber nicht die ultimative Lösung ist, habe ich mir den MiniDump im kostenlosen Tool BlueScreenView angesehen:

Leider ist diese Info nicht sehr hilfreich, da die betroffene Datei ntoskml.exe anscheinend immer auftaucht, wenn es an irgendeinem Treiber hakt. Um die Hardware als Fehlerquelle auszuschließen, habe ich MemTest ein paar Stunden über den Ram laufen lassen und meine SSD mit dem SanDisk SSD Dashboard überprüft. Da hier nichts auffällig gewesen ist. Es sieht übrigens ungefähr so aus, wenn man 32 GByte Ram mit der kostenfreien Version von MemTest überprüft:

Nachdem ich den Chipsatz-Treiber neu installiert habe und dies auch nichts geändert habe, habe ich mir nochmal Gedanken darüber gemacht, was ich in letzter Zeit an meinem System verändert habe. Und bevor dieser Bluescreen das erste Mal auftauchte ist mein USB-Audio-Interface durch einen Blitzeinschlag kaputt gegangen. Dieses habe ich durch ein gebrauchtes Gerät, ein Tascam US-122, ersetzt. Obwohl das Gerät etwas in die Jahre gekommen ist, funktioniert es noch gut. Leider ist nur der Treiber natürlich nicht für Windows 10 programmiert worden und musste auch im Kompatibilitätsmodus installiert werden. Und dieser scheint auch das Problem zu sein. Kaum habe ich das Audio-Interface vom Rechner getrennt und diesen runtergefahren, taucht kein Bluescreen auf und der Rechner fährt normal herunter.

Tobias Langner

Ich arbeite seit mehreren Jahren als IT-Administrator, bin ausgebildeter Fachinformatiker für Systemintegration und Studium-„Pausierer“ an der FernUni Hagen

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Windows 10: Update killt Audio- und Grafiktreiber

Das Update auf Windows 10 in Version 1709 hat auf einem Rechner den Grafiktreiber gekillt und auf dem anderen den Realtek-Soundtreiber auf eine Version, aktualisiert in welcher der HD Audio Manager nicht gestartet werden kann. Interessanterweise handelt es sich bei beiden Rechnern bis auf die Grafikkarte um die gleiche Ausstattung!

Für den Grafiktreiber hat es gereicht einfach den aktuellsten NVidia-Treiber wieder zu installieren. Zu dem Problem bzgl. des HD Audio Managers finden sich einige Threads von Benutzern mit genau diesem Problem, z. B.:

http://forum.chip.de/windows-10/realtek-hd-audio-manager-win-10-1709-schuetzen-1879062.html

https://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=1723742

Das einzige was bei mir geholfen hat, war das Deinstallieren des ganzen Realtek-Treibers. Anstatt den aktuellsten Treiber zu verwenden, musste ich auf einen alten Treiber von HP ausweichen, welcher dort für dieses Workstation-Modell (HP Z210) für Windows 8 angeboten wird. Der Treiber ist von 2013, aber tut es wieder. Wer schon mal versucht hat einen Treiber von der Realtek-Webseite herunterzuladen weiß, dass man besser auf andere Seiten ausweicht 😀

Die Konsequenz aus diesem Rumgenerve, das mich mittlerweile an Windows 95-Zeiten erinnert, ist das Deaktivieren des Windows-Updates unter den Diensten:

Stattdessen werde ich wohl wieder auf Windows-Update-Packs zurückgreifen, die allerdings nicht von Microsoft selbst herausgegeben werden, und diese einmal im Monat oder alle 2 Monate installieren…

Tobias Langner

Ich arbeite seit mehreren Jahren als IT-Administrator, bin ausgebildeter Fachinformatiker für Systemintegration und Studium-„Pausierer“ an der FernUni Hagen

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Windows 10: Update-Downloadgeschwindigkeit begrenzen

Das mittlerweile noch wesentlich lästigere Windows-Update lässt sich kaum noch kontrollieren. Als es einen Download gestartet hat, wurde wieder schön die gesamte Bandbreite der 16 MBit-Leitung fürs Downloaden beansprucht. Selbst auf einem anderen Rechner lässt sich kaum noch surfen oder geschweige denn etwas streamen.

Nicht einmal mehr über die Gruppenrichtlinie für die „Hintergrundübertragungsdienste (BITS)“ lässt sich die Downloadgeschwindigkeit begrenzen. Der einzige Ausweg, der mir einfiel, um zumindest für die anderen Netzwerkgeräte Bandbreite freizuschaufeln ist das Heruntersetzen der Übertragungsrate des Netzwerkadapters:

Dadurch ließ sich der Download auf ca. 8 MBit/s bremsen:

Tobias Langner

Ich arbeite seit mehreren Jahren als IT-Administrator, bin ausgebildeter Fachinformatiker für Systemintegration und Studium-„Pausierer“ an der FernUni Hagen

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Firefox-Update und Roomy Bookmarks

Seit dem letzten Firefox-Update auf Version 57 läuft dieser nun wieder wesentlich und selbst Netflix kann man in diesem wieder nutzen. Aber es gibt einen sehr großen Wermutstropfen. Leider wurde aufgrund einer drastischen Programm-Anpassung die Kompatibilität zu nahezu allen Add-Ons gekillt und diese können nicht mehr verwendet werden. So auch das einzige, was mich von einem Wechsel von Firefox zu Google Chrome abgehalten hat: Das Add-On „Roomy Bookmarks“, welches in der Lesezeichen-Symbolleiste die Titel der Favoriten ausblendet, sodass einem nur noch die Icons angezeigt werden.

Glücklicherweise fand ich jetzt auf Reddit einen Beitrag indem jemand beschreibt wie man das Verhalten von Roomy Bookmarks mittels einer CSS-Datei nachahmen kann. Hierzu legt man im Firefox-Profilverzeichnis den Ordner chrome an und dort drin eine CSS-Datei namens userChrome.css, in welcher man das Aussehen des Browsers beeinflussen kann. Diese füllt man mit dem Code aus dem Beitrag:

Will man bestimmte Anpassungen nicht, kann man diese aus der CSS-Datei rauslöschen. So habe ich z. B. den Punkt 4 und 5 weggelassen, da ich auf ein Einblenden der Leiste verzichten kann und ich nicht möchte, dass diese ausgeblendet wird.

Mit dieser Anpassung ist der Firefox direkt wieder zu meinem Lieblings-Browser aufgestiegen 😀

Tobias Langner

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Prepaid-Guthaben auszahlen lassen

Vor genau einem Jahr habe ich von meiner bis dahin genutzten Aldi Talk-Prepaid-Karte auf einen sehr günstigen Vertrag bei 1und1 (über GMX abgeschlossen) gewechselt. Blöderweise war auf der Prepaid-Karte natürlich noch Guthaben drauf.

Bereits Ende letzten Jahres habe ich deshalb eine Kündigungsvorlage, mit der Bitte um Auszahlung des Restguthabens, verwendet und diese an E-Plus geschickt. Die nötige Fax-Nummer findet man auf der Aldi Talk-Webseite. Außer einer dämlichen E-Mail, in der man darauf hingewiesen wird, dass das Restguthaben erst nach Ablaufen des „Aktivitätszeitraums“ der SIM-Karte (24 Monate nach der letzten Aufladung!) über ein Formular beantragt werden kann, kam dabei nichts herum.

Da mich das ganze Thema nervt, wollte ich dieses Jahr nochmals einen Versuch starten die Karte zu kündigen. Deshalb habe ich das ursprüngliche Kündigungsschreiben um einen entsprechenden Zusatz bzgl. des auch bei Prepaid-Karten bestehenden und kündbaren Vertragsverhältnisses und um eine kleine Drohung Aldi Talk nicht mehr zu empfehlen erweitert:

Kündigung des Mobilfunkvertrags mit der Mobilfunkrufnummer
01XX-XXXXXXXX

Sehr geehrte Damen und Herren,

bezugnehmend auf meinen Mobilfunkvertrag mit der derzeitig oben angegebenen Mobilfunknummer
möchte ich Sie um Kenntnisnahme und ggf. weitere Veranlassung in folgender Angelegenheit bitten: Hiermit kündige ich den zwischen Ihnen und mir bestehenden oben angeführten Mobilfunkvertrag fristgerecht zum nächstmöglichen Termin. Eine Rufnummernmitnahme zu einem anderen Anbieter ist nicht gewünscht.

Bitte senden Sie mir eine schriftliche Bestätigung dieser Kündigung unter Angabe des Beendigungszeitpunktes zu. Ich habe diesen Vertrag bereits schon einmal gekündigt und bitte von Hinweisen bzgl. der auslaufenden Prepaid-Karte und der Möglichkeit, das Guthaben nach dem Auslaufen auszuzahlen, abzusehen und meinem Kündigungswunsch und der Auszahlung bereits nun nachzukommen. Denn es handelt sich auch bei einer Prepaid-Karte um ein Vertragsverhältnis, das vor Ablauf des Aktivitätsfensters der Prepaid-Karte gekündigt werden kann. Sollten Sie dieser Bitte nicht nachkommen sehe ich mich gezwungen Aldi Talk nicht mehr weiterzuempfehlen, wenn Leute mich nach einem guten Prepaid-Anbieter fragen.
Das verbliebene Restguthaben ist bitte auf folgendes Konto zu überweisen:

Und siehe da, 2 Tage später kam per E-Mail die Kündigungsbestätigung mit dem Hinweis, dass das Restguthaben nun ausgezahlt wird 😉

Tobias Langner

Ich arbeite seit mehreren Jahren als IT-Administrator, bin ausgebildeter Fachinformatiker für Systemintegration und Studium-„Pausierer“ an der FernUni Hagen

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USB-Boot Stick wird einfach nicht erkannt

Bisher brauchte ich für keine meiner beiden HP Z210-Workstations einen Boot-Stick, da die SSD mit Windows 7 bzw. Windows 10 einfach nur eingebaut wurde.

Obwohl ich 3 verschiedene Sticks nach meiner Anleitung erstellt habe, standen diese weder im Bootmenü zur Auswahl, noch wurde von Ihnen gebootet als ich alle anderen Laufwerke im Bios abgeschaltet habe. Ähnliche Probleme hatte ich schon einmal bei einem Notebook, welches ich einmal für eine Kollegin aufgesetzt habe, bei welchem das Bios vom gleichen Software-Hersteller (Aptio) gewesen ist.

Das Verhalten ist so merkwürdig, dass ich kein eindeutiges Muster erkennen kann. Deshalb hier nur Tipps wie es funktionieren „könnte“:

– Der USB-Anschluss im Card-Reader scheint eher zum Ziel zu führen als die USB-Anschlüsse der Gehäuse-Front.
– Am besten den Stick einstecken bevor der Rechner überhaupt eingeschaltet wird.
– Aus einem laufenden Betriebssystem heraus neu starten, obwohl der Stick dort erkannt wurde, bringt es nicht.

Auf einer der beiden Workstations hat es letzt endlich nur geholfen die Punkte „EFI Devices“ und „Legacy Devices“ im Bios unter „Boot Order“ einmal komplett zu deaktivieren, mit F10 zu speichern und dann wieder einzuschalten. Auf der anderen Workstation half es alle anderen Laufwerke, also nicht die übergeordneten Punkte, einmal zu deaktivieren und direkt wieder zu aktivieren.

Meine Vermutung ist, dass dadurch, aus welchem Grund auch immer, der eingesteckte USB-Stick neu angesprochen wurde und als Boot-Device erkannt wird. Allerdings klappte das auch nicht immer.
Eventuell liegt es aber auch einfach nur am richtigen Timing beim Drücken der Escape-Taste, falls die Laufwerke bis zu dem Punkt, zu dem man das Menü aufruft, noch nicht erkannt wurden 🤔

Kurioserweise wird der Stick aber, nachdem er einmal erkannt wurde, sogar wieder erkannt wenn man den Rechner kurz ausschaltet. Sogar ein anderer Stick wird sofort erkannt wenn man ihn wechselt während der PC ausgeschaltet ist. Ein sehr merkwürdiges Verhalten, aber wie bereits geschrieben, ist es nicht das erst mal bei einem Aptio-Bios…

Tobias Langner

Ich arbeite seit mehreren Jahren als IT-Administrator, bin ausgebildeter Fachinformatiker für Systemintegration und Studium-„Pausierer“ an der FernUni Hagen

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