Verlangsamung durch die consent.exe

Auf einem Windows Server 2008 R2 starteten in letzter Zeit viele Anwendungen nur sehr langsam. Diese vertrödelten gut und gerne 15 Sekunden bis zum richtigen Start der Anwendung. Auffällig war, dass die Windows-Datei „consent.exe“ beim Start dieser Anwendungen immer bis zum eigentlichen Anwendungsstart ausgeführt wurde. Dies konnte man sehr gut im Task-Manager nachvollziehen:
consent-exe

Die Datei ist aber ungefährlich. Hinter ihr verbirgt sich die UAC (User Access Control). Irgendetwas musste also die UAC beim Programmstart behindern. Die eigentliche UAC-Abfrage kam bei den Anwendungen auch gar nicht zum Vorschein. Als Workaround hatte es geholfen die Anwendungen im Windows XP-Kompatibilätsmodus auszuführen. Klar, denn dort gab es auch keine UAC.

Ein solches Problem ist anscheinend auch nicht ganz unbekannt:
http://answers.microsoft.com/en-us/windows/forum/windows_vista-security/consentexe-doesnt-render-processes-hang-waiting/5a69ebc9-dfa0-40fd-be61-0550a3090b03

Letztendlich stellet sich heraus, dass es an einem veralteten Proxy-Systemeintrag lag. Sobald der neue erreichbare Proxy eingetragen wurde ließen sich die Anwendungen wieder gewohnt schnell starten. Die consent.exe taucht beim Start auch nicht mehr im Task-Manager auf. Was bleibt ist nur die Frage warum die consent.exe durch einen falschen Proxy-Eintrag beeinflusst wird. Wird hier nach Hause gefunkt?

Tobias Langner

Ich arbeite seit mehreren Jahren als IT-Administrator, bin ausgebildeter Fachinformatiker für Systemintegration und Studium-„Pausierer“ an der FernUni Hagen

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