Firefox: Updates deaktivieren

Automatische Updates sind eine nett gemeinte Sache. Allerdings gibt es Situationen in denen diese nicht gewünscht sind. Ein Programm wie der Firefox soll eventuell nicht automatisch oder durch einen normalen Benutzer aktualisiert werden können. Wie man dies für den Firefox abstellt, zeige ich in diesem Artikel.

Problem

In einer virtuellen Maschine lasse ich einige Tests bzgl. einiger Webprojekte mit AutoIt automatisch durchführen. Hierfür habe ich den Firefox genutzt. Leider hat sich nach einem automatischen Firefox-Update minimal etwas am Design des Browser verändert. Dadurch werden die Skripte nun natürlich teilweise ins Leere klicken oder die entsprechenden Menüeinträge nicht mehr erwischen. Hier würde es für mich mehr Sinn machen wenn die Firefox-Updates nur stattfinden, wenn man sowieso vor hat die Skripte zu prüfen und anzupassen.

Ebenso könnte es in einem Firmennetzwerk ungewünscht sein, dass der Firefox sich selber aktualisiert oder die Nutzer die Möglichkeit haben den Firefox zu aktualisieren. Hier macht es meist Sinn neue Versionen im Vorfeld in der IT-Abteilung zu begutachten, bevor sie auf den Client-Computern oder dem Terminalserver landen.

 

Lösung

Um automatischen Updates von Firefox vorzubeugen gibt es eine Funktion in den Einstellungen. Diese hilft allerdings nur bedingt. Zu finden ist die Option „Nach Updates zu suchen, aber vor der Installation nachfragen“ unter der Konfigurationsseite „about:preferences“ bzw. in den Einstellungen:

Durch diese Option werden die Updates nicht mehr automatisch einfach installiert. Sie werden aber trotzdem heruntergeladen und dem Benutzer zur Installation angezeigt.

Dies kann gerade dann nervig werden, wenn Benutzern diese Meldung zum Update angezeigt wird, sie diese aber aufgrund mangelnder Schreibrechte in den entsprechenden Ordnern gar nicht erfolgreich bestätigen können. Damals gab es hier die Option die Updates komplett abzuklemmern. Diese Funktion wurde aber von Mozilla einkassiert, um die Leute davor zu schützen wichtige Sicherheitsupdates zu verpassen.

Um Updates von Firefox komplett vorzubeugen gibt es aber unter Windows eine Konfigurationsmöglichkeit per Registry-Eintrag. Diesen Registry-Eintrag könnte man im Firmennetzwerk beispielsweise per Gruppenrichlinie an die Unternehmenscomputer weiterreichen. In meinem Fall brauchte ich diesen allerdings nur lokal in meiner virtuellen Maschine.

Hierzu navigiert man unter „HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies“. Dort legt man dann den Schlüssel „Mozilla“ und darunter den Schlüssel „Firefox“ an. Hier folgt dann noch, unabhängig von der verwendeten Windows-Version, ein 32-Bit-DWORD-Eintrag namens „DisableAppUpdate“. Diesen setzt man auf 1:

Unter den Einstellungen kann man dann auch sehen, dass dieser Eintrag wirklich eine Auswirkung hat. Dort liest man dann, dass der Browser durch die Organisation verwaltet wird und dass die Updates vom System-Administrator deaktiviert wurden. Der „Nach Updates suchen“-Button ist ebenfalls ausgegraut:

 

Unter „about:policies“ kann man sich die Unternehmenrichtlinien anzeigen lassen. Hier sieht man ebenfalls den in der Registry gesetzten Wert:

 

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