Asynchrone Handy-Videos

Bisher habe ich das noch bei keinem anderen mit einem Android-Smartphone aufgenommenen Video erlebt, aber bei einem Video, dass mit einem aktuellen Huawei-Smartphone aufgenommen worden ist und das ich mir kopiert habe, ist der Ton dermaßen asynchron sodass man das Video nicht gucken kann.

Normalerweise wäre das nicht das große Problem, wenn man die Audiospur in Premiere oder einem anderen Schnittprogramm so verschiebt bis es wieder passt. Allerdings war die Tonspur „ungleichmäßig“ asynchron, sodass es beim Verschieben immer an einer anderen Stelle noch schlimmer wird als es anfangs war. Die Tonspur war irgendwie zu kurz für das Videomaterial (siehe Abbildung rechts) bzw. vielleicht waren zu viele Bilder für die Wiedergabe mit der angegebenen Framerate von 30 fps vorhanden.

Die einzige Möglichkeit die ich gefunden habe, um an eine synchrone Version des Videos zu gelangen, ist die Wiedergabe durch „VLC“. Wie auch immer es funktioniert, im VLC war die Wiedergabe komplett synchron. Ich vermute die Audiospur wird dort „gestretcht“ sodass diese zum Vieomaterial passt oder andersherum. Leider hat auch das Exportieren aus VLC heraus nichts geändert und in anderen Playern und in Premiere blieb das Video total asynchron und weiterhin unbrauchbar.

Mit Hilfe des Tools „OBS Studio“, das man kostenlos verwenden kann, habe ich durch folgenden Workaround eine dauerhaft synchrone Version des Videos erhalten: Mit VLC gibt man das betroffene Video wieder, am besten auf einem zweiten Bildschirm wenn man diesen hat. Mit Hilfe von OBS nimmt man dann das Bild und den Ton des zweiten Bildschirms auf. Wenn man zwei Bildschirme hat, kann man das Tool wunderbar auf dem anderen Bildschirm steuern. Leider wurde die unkomprimierte Aufnahme von OBS in Adobe Premiere nicht eingelesen, sodass die Aufnahme stattdessen in hoher Qualität als .mp4-Dazei abgelegt worden ist.

 

Tobias Langner

Ich arbeite seit mehreren Jahren als IT-Administrator, bin ausgebildeter Fachinformatiker für Systemintegration und Studium-„Pausierer“ an der FernUni Hagen

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