Desinteresse an Pflichtthemen wie der DSGVO

Auch wenn dies auch für mich selbst gilt, so es ist es doch einfach unfassbar, wie solche Themen wie die DSGVO in der „professionellen“ Welt vertrödelt werden. Das Verhalten aus der Schule legt man auch im Alter nicht ab. So wie man damals die 2 Wochen Erstellungszeit für ein Referat so wunderbar eingeteilt hat, dass man die Erstellung der Präsentation anfängt, während die anderen ihre Präsentation bereits halten müssen, so geht man auch im späteren Leben an solche Pflichtthemen heran. So werden aus 2 Jahren an Vorbereitungszeit für so eine Umsetzung neuer Gesetze schnell mal nur noch 2 Monate.

Schön kann man das jetzt gestiegene Interesse für das Thema auch in Google Trends erkennen:

Obwohl der ganze Kram schon seit 2016 fest steht, war bis 2017 die Anzahl der Suchanfragen zumindest für die DSGVO recht überschaubar.

Zumal der jetzt teilweise auftauchende Gegenwind gegen die meisten Regelungen auch eher unangebracht ist, da diese Regelungen in dieser oder ähnlicher Form seit 2009 eigentlich sowieso schon aufgrund des geänderten BDSG galten.

Wer jetzt viel nachzuholen hat, hat also eigentlich nicht 2 sondern mindestens 9 Jahre das Thema Datenschutz verschlafen. Nicht zuletzt auch, weil es bisher zwar unter gegebenen Voraussetzungen nötig gewesen ist, einen Datenschutzbeauftragten zu haben, es aber noch nicht die Verpflichtung gegegeben hat, diesen den Behöden selbständig zu melden. Dass man trotz bestehender Pflicht keinen hatte, fiel also bisher erst auf, wenn die Behörde aus einem Verdacht heraus auftaucht und dann die Verletzung der Pflichtbestellung eines Datenschutzbeauftragten feststellt.

Dieses Jahr haben wohl vor allem Datenschutzbeauftragte und Unternehmen, die in diesem Bereich ihre Dienste anbieten, ein Dauer-Grinsen im Gesicht 😎

 

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