Windows-Installation auf einem Samsung RV515 oder das schlechteste Bios aller Zeiten

Letztens habe ich ein „Samsung RV515“-Notebook neu aufgesetzt. Wie mittlerweile üblich wollte ich Windows von einem USB-Stick aus installieren. Leider musste ich dabei feststellen, dass das auf dem Notebook verwendete Bios (Aptio) grausig ist und sich nicht so leicht vom USB-Stick starten lässt wie man es gewohnt ist.

Die erste Bios-Seite sieht noch brauchbar aus und zeigt die gewohnten System-Infos.

samsung -rv515_01

Bis auf ein paar Optionen gibt es allerdings nichts was man konfigurieren kann:

samsung -rv515_02

samsung -rv515_03

So kann man zwar UEFI abschalten, aber Optionen wie Fast Boot und dergleichen sucht man vergeblich.
Zwar lässt sich die Bootreihenfolge ändern, was aber keinerlei Auswirkungen zeigte:

samsung -rv515_05

Auf der Bios-Exit-Seite gibt es den geheimnisvollen Punkt „Boot Override“ und dieser beinhaltete immer das DVD-Laufwerk und die Festplatte:
samsung -rv515_06
Dort ließ sich auch keine manuelle Anpassung vornehmen.

Auch ein Bios-Update brachte nicht mehr Optionen zum Vorschein -.-
Leider gibt es auch kein One-Time-Bootmenü per F12.

Allerdings tauchte nachdem Bios-Update ein Samsung-Logo beim Booten bzw. immer beim Booten nach dem Einschalten auf, was vorher nicht so war oder was mir entgangen ist:

samsung -rv515_09

Ich vermute, dass durch das Update der Fast Boot oder etwas ähnliches ausgehebelt wurde. Aber ist ja auch egal. Wichtig ist es den USB-Stick schon vor dem Einschalten ins Notebook zu stecken. Dann wird er vom Bios wahrgenommen und taucht auch in der Bootreihenfolge und auch im Boot-Override namentlich auf und es lässt sich davon booten.

samsung -rv515_07

samsung -rv515_08

Dies funktioniert aber wirklich nur beim ersten Startvorgang nach dem Einschalten des Notebooks. Bei einem später ausgeführten Neustart tauchte auch das Samsung-Logo nicht auf bzw. war nur kurz zu sehen und der USB-Stick wurde nicht früh genug erkannt. Zumindest klappte es bei keinem meiner Versuche.

 

Quellen, weitere Hilfe:
http://www.tomshardware.co.uk/answers/id-1772982/boot-bios-boot-override.html
http://www.tomshardware.co.uk/forum/325445-30-boot-priorities-bios
https://blog.radwell.codes/2012/08/aptio-bios-usb-boot

Tobias Langner
Ich arbeite seit mehreren Jahren als IT-Administrator, bin ausgebildeter Fachinformatiker für Systemintegration und Studium-„Pausierer“ an der FernUni Hagen

Achtung: Für die Richtigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen, Skripte, etc. übernehme ich keine Gewähr. Deren Nutzung geschieht ausdrücklich auf eigene Gefahr!

Windows 10 Upgrade sichern

Auf vielen (Unternehmens-)Rechnern geistert noch Windows 7 oder, schlimmer noch, sogar XP herum. Um für diese Rechner das kostenfreie Windows 10 Upgrade zu „sichern“, falls man wegen alter Software etc. noch nicht upgraden kann, muss man langsam aber sicher handeln.

Dazu kann man einfach eine zweite Festplatte, die oft haufenweise herumliegen, mit einem Windows 7 auf einem beliebigen Rechner vorinstallieren und dann mit SysPrep „verallgemeinern“. Vor dem Verallgemeinern aber am besten schon einmal das Windows 10 Installations-ISO in entpackter Form auf die Platte kopieren. Durch das Verallgemeinern lässt sich das Windows 7 nachher auf einem beliebigen anderen Rechner, auch mit anderem Chipsatz, ohne Probleme starten.
SysPrep.exe befindet sich unter „C:\Windows\System32\Sysprep“ und sollte so eingestellt werden:

sysprep

Danach mit dieser Platte auf dem Rechner nicht mehr Booten, da sonst die Hardware-Erkennung wieder läuft und man Windows wieder verallgemeinern müsste. Dieses erstellte Image bietet sich natürlich zum Klonen auf mehrere Festplatten an, wenn man das Verfahren bei einigen Rechnern durchführen will.

Danach die Hauptplatte in dem zu upgradenden Rechner abklemmen und durch die Windows 7 Platte ersetzen. Das Windows 7 auf dem Rechner starten, online aktivieren und dann auf Windows 10 upgraden. Nach erfolgreichem Upgrade einfach wieder die alte Platte an- und die neue abklemmen und mit der alten Windows-Version arbeiten bis man umstellen kann. Es ist nun auf dem Rechner auch jederzeit eine Clean-Installation von Windows 10 möglich, da Windows 10 mit der entsprechenden Hardware nur einmal aktiviert werden muss und dann an diese gebunden ist.

Tobias Langner
Ich arbeite seit mehreren Jahren als IT-Administrator, bin ausgebildeter Fachinformatiker für Systemintegration und Studium-„Pausierer“ an der FernUni Hagen

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Windows 10 fährt nach Upgrade auf einem Lenovo Think Centre M71e nicht mehr herunter

Manche Rechner, die von ihren Leistungswerten her für Windows 10 eigentlich ausreichen, lassen sich leider nicht ganz fehlerfrei mit Windows 10 betreiben. So auch ein „Think Centre M71e“ von Lenovo.

Der Rechner ließ sich normal verwenden, nur leider nicht mehr richtig herunterfahren. Beim Versuch den PC herunterzufahren wurde Windows zwar definitiv beendet und es gab auch keine Bildausgabe mehr, aber die Power-LED des Rechners leuchtete weiterhin, so wie sich auch die Lüfter weiter drehten und das DVD-Laufwerk sich öffnen ließ. Auch das Einspielen der letzten veröffentlichten Bios-Version, sowie das Installieren des Energie-Management-Tools von Lenovo und das Deaktivieren sämtlicher Energiespar-Optionen brachten keinen Erfolg.

Wenn man das Upgrade auf Windows 10 beim vorinstallierten Windows 7 durchführt sollte es kein Problem geben. Wenn man allerdings Windows 7 z. B. wegen des Einbaus einer SSD erst neu installiert oder direkt Windows 10 aufspielen möchte muss man unbedingt aufpassen welche Partitionsverwaltung man nutzt! Denn der beschriebene Fehler taucht unter Windows 10 nur auf wenn GPT statt MBR verwendet wird.

Nachträglich lässt sich dies leider nicht mehr beheben:

gpt

Um Windows dazu zu bewegen die Installation mit MBR statt GPT vorzunehmen muss man den wunderbaren UEFI-Modus abschalten bzw. umgehen. Eine entsprechende Grundeinstellung im Bios des Think Centre habe ich vergeblich gesucht. Allerdings kann man durch Drücken von F12 beim Start des Rechners die Bootauswahl öffnen und dort den Legacy-Modus wählen:

gpt_02

Da die SSD bereits mit GPT verhunzt war musste ich von der Windows-DVD per Kommandozeile die SSD löschen und in MBR konvertieren. Ansonsten meldet das Windows-Setup, dass Windows leider nicht auf der gewählten Festplatte installiert werden kann. Um die Kommandozeile beim Start des Setups zu öffnen muss man Shift und F10 gleichzeitig drücken und dann das Tool „diskpart“ verwenden:

Danach kann man Windows wie gewöhnt installieren und das Herunterfahren funktioniert wieder.

Quellen:
https://thinkpad-forum.de/threads/144608-Lenovo-ThinkCentre-M71e-(SFJB5GE)-Clean-Install-f%C3%A4hrt-nicht-komplett-herunter

http://answers.microsoft.com/en-us/windows/forum/windows_10-power/windows-10-shutdown-power-off-issue/7be66e1b-5a9e-4c49-b489-9c70f617e079?page=1&amp%3Bauth=1

https://technet.microsoft.com/en-us/library/cc725797(v=ws.11).aspx

Tobias Langner
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Windows 10 und eine MiniDV-Kamera per Firewire nutzen

Schon etwas länger lag meine Canon MiniDV-Kamera in der Versenkung. Dementsprechend lange habe ich auch meine Firewire-Karte nicht mehr benutzt. deshalb ist mir wohl entgangen, dass diese seit dem Upgrade auf Windows 10 gar nicht mehr vom Betriebssystem erkannt wurde. Da ich die Kamera nun verkaufe wollte ich noch ein paar Videos überspielen. Dies hätte ich wohl vor dem Upgrade machen sollen. Aber wer kann ahnen das Firewire unter Windows 10 so ein Krampf ist…

Im Geräte-Manager sah es schon mal nicht so gut aus:

Firewire_01

Firewire_02

Tobias Langner
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Zyxel VMG1312 von außen pingbar machen

Zu Analysezwecken bzgl. Verbindungsabbrüchen musste ein „Zyxel VMG1312“-Router über die WAN-Schnittstelle von außen angepingt werden. Um den Ping von außen freizuschalten navigiert man in der Benutzeroberfläche des Routers zum Punkt Fernwartung:

zyxel_ping_01

Laut Recherche soll sich dort ICMP bereits als Service befinden. Dies war bei mir nicht der Fall. Macht aber nichts, da man einfach einen der vorhandenen Dienste missbrauchen kann in dem man die Portnummer ändert. Man muss den Port für die WAN-Schnittstelle aktivieren, oder eine „Trusted Domain“ definieren und den Service nur für diese Adresse freigeben:

zyxel_ping_02

Tobias Langner
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Hotmail- oder Outlook.de-Mail-Account von POP3 auf IMAP umstellen

Wer noch einen alten Hotmail- bzw. einen Outlook.de-Mail-Account hat, von dem man früher seine Mails per POP3 abgerufen hat, möchte diesen mit Sicherheit auf IMAP umstellen. Denn POP3 ist heute nicht mehr ganz zeitgemäß, besonders wenn man seine Mails auf mehreren Geräten empfangen möchte. Einen entsprechenden Artikel zur Migration in Thunderbird habe ich vor einiger Zeit geschrieben.

Als ich vor einiger Zeit einen Hotmail-Account umgestellt habe, trat ein merkwürdiges Phänomen auf. Mails die bereits vor Ewigkeiten über den POP3-Zugang gelöscht wurden tauchten immer wieder als neue Mails auf. Auch das erneute Löschen sorgte nur kurz für Abhilfe. Grund dafür war eine Standard-Einstellung bei aktiviertem POP3-Zugriff:

1

Entgegen dem normalen Verhalten eines POP3-Kontos hat Microsoft das Feature eingebaut, dass nicht über das Webinterface gelöschte Mails standardmäßig niemals gelöscht werden, auch nicht nach einiger Zeit, sondern in einen POP-Ordner verschoben werden:

3

Dieser POP-Ordner wurde nach der Umstellung auf IMAP anscheinend, aus einem unerfindlichen Grund, mit synchronisiert, allerdings in den normalen Posteingang. Dieses Verhalten konnte ich nun leider nicht mehr nachstellen, sodass ich davon ausgehe, dass dieser nette Nebeneffekt mit irgendeinem Update beseitigt wurde. Interessant ist allerdings, dass der POP-Ordner gar nicht synchronisiert wird und auch nicht zum Abonnieren in Thunderbird zur Verfügung steht. Microsoft hat diesen wohl für externe Zugriffe komplett abgeklemmt.

Tobias Langner
Ich arbeite seit mehreren Jahren als IT-Administrator, bin ausgebildeter Fachinformatiker für Systemintegration und Studium-„Pausierer“ an der FernUni Hagen

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Einen beliebigen DynDNS-Dienst hinter einem Router nutzen

Seit längerer Zeit habe ich mich nicht mehr mit Anbietern wie DynDNS beschäftigt. Der Anbieter NoIP tat zwar seinen Dienst, aber mir laufen dort meine Domains (sofern selten genutzt) regelmäßig aus. Mit etwas Rumgefrickel wollte ich das manuelle Bestätigen der Domains automatisieren, aber das war nicht von Erfolg gekrönt.

Da ich nun DynDNS beruflich benötigte bin ich noch einmal auf die Suche nach einem besseren Anbieter gegangen und bin fündig geworden (http://www.schnatterente.net/technik/kostenlose-dyndns-alternative-ohne-zwangs-update). Neben dem MyFritz-Dienst von AVM, den ich in Zukunft wohl für FritzBoxen nutzen werde, habe ich den Anbieter SPDYN entdeckt. Dieser stammt vom Hersteller „Securepoint“ und ist für jedermann kostenlos nutzbar. Eine manuelle Reaktivierung der Domains ist dort auch nicht nötig.

Soweit so gut. Nun hat man aber bei einigen Routern leider das Problem, dass man dort in der Wahl seines DynDNS-Anbieters sehr stark eingeschränkt ist:

dns_auswahl

Über die lausigen Firmware-Versionen vieler Router findet man auch einige Threads von enttäuschten Nutzern:
https://forum.vodafone.de/t5/Festnetz-LTE-Ger%C3%A4te/DDNS-nur-dyndns-org-amp-tzo-com/td-p/404462/page/2
https://forum.vodafone.de/t5/Andere-Hersteller/Easybox-803-DynDNS/m-p/306364#M3230

Auf der Suche nach einem Weg ohne den Router kam mir die Idee einfach die Computer dahinter zu verwenden, da diese sowieso 24/7 laufen. Auf der Suche nach einem vernünftigen Tool um die IP-Adresse bei SPDYN zu aktualisieren fand ich folgende Seite:
http://freedns.afraid.org/scripts/freedns.clients.php

Leider waren die Tools eher dürftig, aber die Seite hat mich auf die Idee gebracht einfach selber ein entsprechendes Skript zu schreiben. Als erstes benötigt man einen zuverlässigen Dienst, über den man die öffentliche IP ermittelt. Um von dieser den Seiteninhalt auszulesen kann man das Linux-Tool wget verwenden, welches auch für Windows gibt.

Da die bekannten Seiten wie wieistmeineip.de ihr Design schon einmal abändern sind diese zum Auswerten etwas blöd. Am besten ist es, wenn man selber einen Webserver hat, auf dem man ein einfaches PHP-Skript ablegt, welches nur die IP-Adresse ausgibt. So spart man sich ein unnötig kompliziertes Filtern der ausgegebenen Seite:

 

Quelle: https://wiki.debianforum.de/Aktuelle_IP-Adresse_herausfinden
Test-URL: https://blog.devilatwork.de/scripts/get-public-ip-address.php

Nach dem dieser Grundstein gelegt war, habe ich mir ein Batch-Skript geschrieben, das als erstes die öffentliche IP ermittelt und in einer Textdatei speichert. Diesen Umweg bin ich gegangen, da das direkte Speichern der wget-Ausgabe in einer Variable nicht funktionierte. Deshalb lese ich im nächsten Schritt die IP aus der Textdatei in eine Variable ein. Um den DNS-Anbieter nicht zu verärgern wird die letzte genutzte IP in der lastip.tmp immer vorgehalten und mit der ermittelten IP abgeglichen. Ansonsten läuft man Gefahr irgendwann wegen zu häufiger unnötiger Aktualisierungen gesperrt zu werden:

spdns_warning

Hat sich die IP nicht geändert wird nichts gemacht außer die temporäre Textdatei zu löschen. Hat sich die IP geändert wird mit Hilfe des wget-Befehls und der am Skriptanfang gesetzten Parameter die entsprechende URL des DNS-Anbieters aufgerufen. Im Falle SPDYN gibt es hierzu eine gute Dokumentation: http://wiki.securepoint.de/index.php/SPDNS_FAQ#Wie_lautet_die_Update-URL_.3F

Das Skript sieht wie folgt aus:

Da ich ziemlich krank war als ich dieses Skript geschrieben habe, bedarf es mit Sicherheit noch etwas Feintuning, wie z.B. einem regelmäßigen Leeren des auf die Schnelle eingebauten Log-Files 😀

EDIT: Da es ab und an zu dem Problem kam, dass die Datei actualip.tmp am Ende des Skripts nicht gelöscht wurde, habe ich den Löschvorgang weiter an den Anfang des Skriptes verlegt, bevor in diese Datei geschrieben wird. Vermutlich gab es eine Zugriffsverletzung, weil kurz zuvor in die Datei geschrieben wurde.

 

 

Tobias Langner
Ich arbeite seit mehreren Jahren als IT-Administrator, bin ausgebildeter Fachinformatiker für Systemintegration und Studium-„Pausierer“ an der FernUni Hagen

Achtung: Für die Richtigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen, Skripte, etc. übernehme ich keine Gewähr. Deren Nutzung geschieht ausdrücklich auf eigene Gefahr!