Ungefragte Veröffentlichung selbstveröffentlichter Dokumente

Das Internet ist eine tolle Sache. Zig Dienste sind damit beschäftigt alles zu indexieren was es im weltweiten Datennetz gibt und jedem Nutzer zur Verfügung zu stellen. Ebenso können Nutzer überall alles mögliche hochladen. Allerdings teilweise nicht im Sinne des Urhebers. Gerade dann, wenn diesem dadurch Einnahmen und/oder Besucher auf seiner eigenen Seite entgehen ist dies ärgerlich. So z. B. auch durch den Anbieter „yumpu.com“.

 

Was ist yumpu.com?

Es handelt sich um eine Plattform bei der Nutzer Magazine hochladen und dann wohl in ihre eigene Webseite einbinden können. Wenn das ganze werbefrei sein soll, über ein eigenes Branding verfügen soll usw. dann muss man dafür zahlen. Wenn ich es richtig verstanden habe, kann man die Magazine auch entgeltlich in einem „Kiosk“ anbieten. An sich erst einmal ok. Wenn man so etwas nutzen möchte und dadurch irgendeinen Vorteil gegenüber der Bereitstellung direkt auf der eigenen Webseite hat, dann kann man das ja durchaus über so eine Plattform machen. Die kostenfrei lesbaren Magazine kann man auch direkt auf yumpu durchsuchen.

 

Was war passiert?

Irgendjemand hat meine IHK-Projektdokumentation, die ich kostenlos auf diesem Blog zum Download bereitstelle, dort einfach hochgeladen. Dies habe ich durch Zufall gesehen. Diese wurde dort, wenn ich es richtig gesehen habe, wohl über 1000 mal aufgerufen. Da ich die Doku kostenfrei zur Verfügung stelle, ist das erst einmal nicht so eine große Sache.

Allerdings möchte ich diese eigentlich nur auf meinem Blog anbieten und dass die Besucher, die auf die Doku aufmerksam werden, auch auf diesen und nicht auf irgendeine andere Seite gelangen. Da ich auf diesem Blog auch ein paar T-Shirts anbiete und diesen weiter ausbauen möchte, ist das natürlich eher ärgerlich. Gerade auch, wo ich vor kurzem erst die VG Wort als Einnahmequelle entdeckt habe, können einem schon langfristig Einnahmen durch so etwas entgehen.

Deshalb habe ich über die Punkt „Melden“ meine Doku als illegalen Upload gemelde:

 

Diese wurde auch entfernt und ich bekam eine Bestätigung per E-Mail, dass die Datei entfernt und der Nutzer, der sie hochgeladen hat, eine Benachrichtigung über den Urheberrechts-Verstoß geschickt bekommt.

Darauf habe ich nun noch wie folgt geantwortet:

Guten Tag ******,

danke, dass Sie meine Dokumentation wieder entfernt haben.

Soweit ich gesehen habe wurde mein PDF bei Ihnen ca. 1000 mal aufgerufen. Diese Besucher werden mir auf meinem Blog, auf welchem ich das PDF anbiete, wahrscheinlich entgangen sein. Dadurch sind mir auch eventuell Einnahmen entgangen (auf meinem Blog bewerbe ich auch eigene Produkte/T-Shirts). Wie gedenken Sie mir die illegale Veröffentlichung meines PDFs zu vergüten?

Ich denke mal nicht, dass da noch eine Antwort kommt, aber man weiß ja nie.

Nachtrag: Tatsächlich habe ich doch noch eine Antwort bekommen, aber natürlich mit dem Verweis darauf, dass nicht die Plattform sondern deren Nutzer meine Doku eingestellt hat und man darauf keinen Einfluss habe. Man habe das Dokument entfernt und den Benutzer auf den Verstoß  hingewiesen. Naja, mit mehr habe ich auch nicht gerechnet.

 

Doch besser Content-Filter?

Für die Nutzung von strikten Content-Filtern bin ich trotzdem nicht, da diese viel zu umständlich sind und dafür sorgen würden, dass man gar nichts mehr irgendwo hochladen könnte.

 

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