Gewohnheiten per App im Alltag etablieren

Auch wenn ich nicht rauche ist das Titelbild für diesen Artikel denke ich doch recht passend. Es geht um gute wie auch schlechte Gewohnheiten, die wohl jeder Mensch hat und immer mal wieder versucht loszuwerden oder sich anzueignen. Man sagt ja auch der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Seit Anfang Januar nutze ich deshalb eine recht praktische Android-App namens „Gewohnheiten“, mit welcher man sich das Angewöhnen neuer Angewohnheiten und auch das Abgewöhnen alter „schlechter “ Angewohnheiten tracken kann.

An sich ist die App recht selbst erklärend. Man kann Gewohnheiten anlegen und beliebig sortieren lassen. Für jeden Tag kann man diese dann „Abtippen“ wenn man sie erledigt hat und bekommt ein Häkchen. Den Erfolg je Gewohnheit kann man sich in einer Statistik anzeigen lassen. Dort wird ersichtlich an wieviele Tagen ohne Unterbrechung man die Gewohnheit durchgehalten hat:

 

Den Ursprungsgedanken der App missbrauche ich etwas, da ich auch Gewohnheiten die ich mir abgewöhne mit dem Zusatz „Kein“ oder ähnlich eintrage und diese dann abhake, wenn ich sie nicht gemacht habe.

Die App bietet auch noch weitere Einstellungsmöglichkeiten. So kann man beispielsweise auch einen benutzerdefinierten Zeitraum, wie „3 mal in Tagen“, für eine Gewohnheit festlegen und sich auch mit einer frei definierbaren Frage um eine bestimmte Uhrzeit erinnern lassen. Für lau sind der Funktionsumfang und die Bedienung einfach super.

Angeblich soll es laut einer in „Stille Post“-Manier verbreiteten Theorie genau 21 Tage dauern bis man eine neue Gewohnheit verinnerlicht hat. Das stimmt wahrscheinlich eher nicht und es liegt laut Studien eher im Bereich von mehr als 2 Monaten. Wichtiger als die Dauer ist allerdings, dass man die „Kette“ aufeinander folgender Tage möglichst nicht bzw. sehr selten unterbricht. Dies entspricht auch dem Produktivitäts-Tipp von Jerry Seinfeld, den ich bereits in diesem Blogartikel zur Überwindung von Prokastrination erwähne und versuche bei der Erledigung meiner Aufgaben, wie dem Versuch täglich einen Blogartikel zu schreiben, anwende.

 

Für viele unliebsame Dinge, wie den Haushalt, muss man sich einfach angewöhnen diese ohne viel Rumgejammer oder Aufschieben zu erledigen. Während der Ausbildung hatte das vor mittlerweile 6 Jahren noch wesentlich besser funktioniert, in dem ich mich einfach sofort beim Ankommen in der Wohnung um diese Aufgaben gekümmert habe bevor ich dazu kam herumzugammeln oder etwas anderes zu erledigen. Deshalb setze ich mir mittlerweile meistens direkt einen Timer auf dem Handy auf 15 Minuten und versuche in dieser Zeit recht viel zu erledigen.

Bereits letztes Jahr habe ich ohne diese „Habit Tracking“-App angefangen mir in ColorNote die immer wiederkehrenden Aufgaben als Einträge anzulegen, die ich dann je nach Dringlichkeit immer wieder „alterniere“ und dann wieder nach oben oder unten schiebe. Auch das funktioniert ganz gut und werde ich, nicht sehr strikt, benutzen wenn mir auch mal nicht einfällt was ich im Haushalt machen muss 😀

Natürlich kann man so ein System auch für wiederkehrende Tätigkeiten auf der Arbeit oder als Selbständiger nutzen, gerade um auch mal die Aufgaben zu erledigen auf die man am wenigsten Lust hat, die man aber irgendwann nach Wochen langem Aufschieben doch mal machen muss.

Schreibe einen Kommentar