Ausmisten – eine Wohltat

Insebsondere von physischen Gegenständen muss man sich von Zeit zu Zeit trennen. Warum? Weil der ganze Krempel, der sich ansammelt, im Laufe der Zeit unnötig mentale Energie verschwendet. Wer hat nicht alte Hardware und noch nie benutzte Gerätschaften herum stehen, bei denen man hin und wieder in Gedanken ist und sich daran erinnert, dass man bald mal endlich etwas damit machen muss? Deshalb habe ich nun ausgemistet und werde dies in Zukunft zeitiger machen.

Auch wenn es aus einer umweltfreundlichen Sichtweise der totale Horror sein muss, werde ich alte Dinge, bei denen ich weiß, dass ich sie in den nächsten Monaten und Jahren nicht nutzen werde und diese schwer verkäuflich oder auch nichts mehr wert sind auch wenn sie funktionieren, einfach wegschmeißen. Denn es macht einfach keinen Unterschied ob ich diese besitze oder nicht. So habe ich z. B. alte Fachbücher nun einfach entsorgt. Diese Bücher kauft sowieso keiner mehr, ich schaue nicht rein und jemanden zu suchen, der es vielleicht einfach so haben will ist mir zu anstrengend und kostet mich zuviel Zeit. Ebenfalls hatte ich noch einige alte IDE-Festplatten gefunden, bei denen es mir zu schade war diese zu entsorgen, weil man ja ein paar hundert Gigabyte Speicherplatz hätte. Aber die Wahrheit ist, dass ich diese niemals aus dem Karton rausholen und anschließen werde um darauf Daten zu speichern, wenn ich für 20€ schon SSDs mit 120GB bekommen kann. Deshalb: Hammer drauf und einfach weg damit!

Bei Dingen, die vielleicht noch etwas mehr wert sind, wie noch funktionierenden Computerkomponenten, werfe ich alles in einen Karton und biete diesen für einen recht geringen Preis zum Abholen an. Selbst wenn man vielleicht mehr Geld rausholen könnte, wenn man sich die Mühe macht alle Teile einzeln zu verkaufen, werde ich dafür nicht mehr meine Zeit verschwenden. Denn ich werde den Kram sowieso nicht mehr benutzen, auch wenn ich daraus vielleicht zwei Computer zusammenbauen könnte und diese verkaufen könnte. Das hatte ich die letzten zwei oder drei Jahre vor, aber nie die Lust und Zeit dazu gehabt, weil ich sowieso nicht darauf angewiesen bin. Da dies also auch in der Zukunft nicht passieren wird, kann ich den Krempel lieber so verkaufen um keinen Gedanken mehr daran zu verschwenden, dass ich den Kram zusammenbauen wollte. Und wenn sich der Kram nicht in einer festgelegten Zeitspanne verkaufen lässt (z. B. innerhalb eines Monats) und er auch danach nicht für den halben Preis weggeht, dann hat der Kunde entschieden dass der Kram wertlos ist und dann landet er auch im Müll.

Auch das Argument, dass man etwas für den Notfall aufbewahrt, z. B. wenn der gerade genutzte Computer den Geist aufgibt ist eigentlich Schwachsinn. Denn wenn dieser kaputt geht werde ich mir sowieso einfach einen neuen oder neue Komponenten bestellen und ein paar Tage am Notebook sitzen oder am Computer meiner Frau, um die Wartezeit zu überbrücken. Man wird bestimmt nicht anfangen Stunden lang aus dem alten Gerümpel einen Computer zur Überbrückung von ein paar Tagen zusammenzubauen.

Bevor man sich die Bude mit diesem Kram „für schlechte Zeiten“ zustellt oder zuviel Lebenszeit damit verschwendet, ist es am besten all diese Sachen einfach „gehen zu lassen“. Dabei darf man sich auch nicht, wie es z. B. mein Opa bei einem teuren alten Faxgerät macht, daran festklammern dass diese Dinge irgendwann mal „viel“ Geld gekostet haben. Deshalb ist mein altes Tablet, das irgendwas um die 100€ gekostet hat, aufgrund des defekten NAND-Speichers so geendet, was für einen kurzen Zeitraum sogar Spaß macht:

 

Schreibe einen Kommentar