Buch-Rezension: iWoz

Ein weiteres Buch, das ich vor einiger Zeit gelesen habe, ist die Biografie von Steve Wozniak mit dem Titel „iWoz“. Auch wenn ich selber kein einziges Produkt der Firma Apple besitze und dies sich vermutlich auch nicht ändern wird, so ist dieses Buch trotzdem auch für Apple-Boykottierer interessant. Die Geschichte der Firma Apple, bei der Wozniak bis heute noch auf der Gehaltsliste steht, spielt in diesem Buch auch eher eine untergeordnete Rolle.

Bereits seit Kindesalter hat Wozniak viele technische Projekte und Erfindungen auf den Weg gebracht, da er massiv von seinem Vater dabei unterstützt wurde. Ebenso begleitet ihn seine Vorliebe für „Pranks“ durch sein ganzes Leben. Wie im Fall einer versteckten Zeitbomben-Attrappe im Spind eines Mitschülers geht er dabei nicht konsequenzenlos auch einmal zu weit.

Wie bei vielen erfolgreichen Technik-Revolutionären hat auch Wozniak vor seinen großen Erfolgen kein Studium abgeschlossen. Ebenso war sein erster „finanzieller“ Durchbruch eine illegale Erfindung unter dem Namen Blue Box. Ein kleiner Tongenerator, mit dessen Hilfe das damalige Telefonsystem so ausgetrickst werden konnte, dass kostenloses Telefonieren möglich war. Bei der Vermarktung half ihm kein geringerer als Steve Jobs.

Neben anderen technischen Errungenschaften berichtet er von der Organisation eines Woodstock-ähnlichen Musikfestivals. Des Weiteren gibt er einige Tipps für das Arbeitsleben und berichtet davon, dass er es nicht mag in einer Firmenumgebung zu arbeiten. Er ist der Auffassung, dass man am besten losgelöst von „Firmenzwängen“ arbeitet, da es wesentlich kreativeres Arbeiten ermöglicht. Ein Punkt den man durchaus bestätigen kann.

Der Schreibstil des Buches ist ungewöhnlich, da das Buch nicht unbedingt einem roten Faden zu folgen scheint. Wie auch in Linus Torvalds Biografie ist das Buch etwas größenwahnsinnig geschrieben. Dies merkt man z.B. daran, dass Wozniak behauptet besser als jeder andere lebende Mensch in Bezug auf Computerlogik zu sein.

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