Plötzlich Annex J

Die Telekom ist schon ein merkwürdiger Verein. Da erzählt man uns fast 3 Jahre lang, dass bei uns kein Annex J schaltbar ist und das auch nie der Fall sein wird und dann das: Vergangene Woche war plötzlich der Router offline und konnte sich eine Zeit lang nicht verbinden. Danach schien alles wie zuvor. Nichts ungewöhnliches also. Heute fiel mir beim Upload einiger größerer Dateien auf, dass wir plötzlich mit 2,7 MBit/s hochladen. Also habe ich mal einen Blick auf die FritzBox gewagt und folgendes entdeckt:

Tja, was soll man sagen. Auf der einen Seite finde ich das super, aber ist es nicht möglich Kunden über so eine Umrüstung zu informieren? Was wäre eigentlich wenn wir keinen Annex J-fähigen Router an dem Anschluss hätten? Leitung tot und keine Ahnung warum? Super Service. Kann man mit dem Kunden nicht kommunizieren? Es würde mich nicht wundern, wenn das schon von Anfang an möglich gewesen wäre. Wahrscheinlich gehen auch 50 MBit/s Download, obwohl hier ja angeblich gar keine Leitung frei ist und wir sowieso nur LTE buchen können.

Tobias Langner

Ich arbeite seit mehreren Jahren als IT-Administrator, bin ausgebildeter Fachinformatiker für Systemintegration und Studium-„Pausierer“ an der FernUni Hagen

Achtung: Für die Richtigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen, Skripte, etc. übernehme ich keine Gewähr. Deren Nutzung geschieht ausdrücklich auf eigene Gefahr!

Port Forwarding unter Windows

Für die Freigabe bestimmter Dienste, wie z. B. einen Webserver hinter einer Firewall, wird eine Weiterleitung der Ports von der öffentlichen IP an die interne IP des Servers benötigt. In diesem Fall vermutlich die Ports 80 und 443. Diese typische Aufgabe des Port Forwardings übernimmt normalerweise ein Router bzw. eine Firewall. Mithilfe des Kommandozeilen-Tools netsh lässt sich eine entsprechende Regel aber sogar unter Windows anlegen. Somit lässt sich ein beliebiger Port unter der IP-Adresse des Windows-Rechners an einen belieibigen Port eines anderen Gerätes weiterleiten.

Hierzu legt man eine Portproxy-Regel in einer administrativen CMD-Konsole an:

In diesem Beispiel würde auf dem Computer, der über eine Netzwerkschnittstelle mit der IP 192.168.0.1 verfügt, jeglicher Traffic der an den Port 9091 geht stur an das Gerät mit der IP 192.168.0.10 an den Port 80 geschickt werden. Somit würde also die Eingabe der Adresse http://192.168.0.1:9091 in einem Browser die gleiche Seite anzeigen, die unter der http://192.168.0.10 angezeigt wird. Lässt man den Parameter listenaddress einfach weg, wird der Port unter allen auf dem Rechner verfügbaren IP-Adressen weitergeleitet.

Unter Windows XP funktioniert dies übrigens nur, wenn das IPv6-Protokoll installiert ist. Die Regel lässt sich zwar auch ohne IPv6 anlegen, funktioniert dann aber nicht.

IPv6 lässt sich mit folgendem Befehl installieren:

Nach der Installation ist kein Neustart nötig. Lediglich falls man IPv6 mit dem Bfehel uninstall wieder deinstalliert muss man danach den Computer neu starten.

Die angelegten Regeln bleiben dauerhaft bestehen und verschwinden nicht nach einem Neustart.
Diese lassen sich aber mit einem delete-Befehl wieder entfernen:

Wo kann man dies sinnvoll einsetzen? Besonders praktisch ist dies hinter einem VPN, wenn der VPN-Tunnel nicht durch den Router sondern auf einem Windows-PC aufgebaut wird und man aber eine direkte Verbindung zu weiteren Geräten im Netzwerk benötigt. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn man über Standorte verfügt die über OpenVPN angebunden sind. So kann man über den Rechner beispielsweise auch auf den Router vor Ort zugreifen, ohne dass man sich auf den Rechner per Fernwartungs-Tool aufschalten muss.

Tobias Langner

Ich arbeite seit mehreren Jahren als IT-Administrator, bin ausgebildeter Fachinformatiker für Systemintegration und Studium-„Pausierer“ an der FernUni Hagen

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Bild in beliebiger Größe aus Paint.Net ausdrucken

Für eine einfache Bildbearbeitung reicht auch die Freeware Paint.Net aus. In Bezug auf die Größeneinstellungen eines Bildes hat man hier mehr oder weniger die gleichen Einstellungsmöglichkeiten wie in Photshop.

Allerdings stößt man auf ein Problem, wenn man eine Grafik in einer bestimmten Größe ausdrucken möchte. In Paint.Net kann man zwar eine beliebige cm-Angabe für die Breite und Höhe machen, jedoch wird beim Versuch zu drucken der Windows-Druckassistent geöffnet. Bei diesem hat man allerdings eine begrenzte Auswahl an Formaten (z. B. 25 x 20 cm) aus denen man wählen muss. Das Bild wird dann auf dieses Format skaliert. Wenn man also eine Grafik in der Größe 2 x 2 cm drucken möchte, ist man hiermit ziemlich aufgeschmissen.

Die einzige Lösung, die ich für mich gefunden habe: Ein neues leeres Bild in einem Format, in welchem man auch drucken kann, z. B. 25 x 20 cm zu erstellen. Dieses muss die gleiche Auflösung wie das zu druckende Bild haben, z. B. 90 Pixel per Inch. Dann kopiert man das zu druckende Bild in dieses neue leere Bild rein, sodass man ziemlich viel weiße Fläche hat. Voila, wenn man dieses nun druckt, passt es zur vorgegebenen Druckgröße und die Grafik wird darauf in der gewünschten Größe gedruckt.

Tobias Langner

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Synchroner Kalender mittels CalDAV-Protokoll

Wenn man einen zwischen verschiedenen Systemen synchronisierten Kalender nutzen möchte, ohne dabei manuell eingreifen zu müssen und ohne Google dafür zu nutzen, bleibt einem fast nur einen CalDAV-basierten Kalender zu nutzen.

Bei All-Inkl wird einem dieser Service angeboten. Da unser Webspace bei All-Inkl gebucht ist, habe ich mich dafür entschieden, den Kalender auch dort zu „hosten“. Unter welchem Mail-Konto bzw. welcher Domain man diesen anlegt, ist eigentlich fast zu vernachlässigen, denn man benutzt diesen durch das CalDAV-Protokoll sowieso losgelöst vom zugehörigen Mail-Konto. Lediglich wenn man sich oft im WebMail-Backend des Anbieters einloggt und dort den Kalender benutzt macht es Sinn diesen bei einem bestimmten Mail-Konto zu hinterlegen.

Bei All-Inkl bekommt man die nötigen CalDAV-Zugangsdaten dann ganz einfach im Mail-Konto über das Kontextmenü eines Kalenders:

   

In Thunderbird ist der Kalender sehr einfach einzubinden. Hierzu gibt es sogar eine Anleitung bei All-Inkl, weshalb ich darauf an dieser Stelle nicht weiter eingehe. Da ich privat nur Thunderbird nutze habe ich mich mit keinem anderen E-Mail-Client beschäftigt.

Etwas trickreicher wird es unter Android, da hier keine direkte Einbindung in der Kalender-App möglich ist. Vermutlich, weil es Google auch nicht gefällt, wenn man den Google-Dienst für diese Aufgabe nicht verwenden möchte 😀

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Tobias Langner

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