Späte Rache

Alles rächt sich anscheinend. So auch eine wirklich ungute „Frickelei“, die ich damals aufgrund einer platzraubenden Grafikkarte begangen habe. Diese verdeckte leider meine oberen 2 von insgesamt 4 S-ATA-Steckplätzen etwas. Deshalb habe ich in längst vergessenen Tagen die S-ATA-Stecker „auseinander genommen“, damit sie dorthin passten. Diesen Umstand hätte ich nach einem späteren Wechsel der Grafikkarte besser wieder rückgängig machen sollen. Dies habe ich nun nach einer langen Fehler-Suchaktion, RAID0-Auflösung und einer Windows-Neuinstallation schmerzlich feststellen müssen. Denn leider ist das S-ATA-Kabel so ungeschützt wohl bei der letzten PC-Säuberungsaktion kaputt gegangen:

s-ata

Da ich nach dieser Säuberungsaktion eine meiner Festplatten, die Backupplatte für Windows-Images, abgeklemmt habe vermutete ich das Problem leider an der falschen Stelle. Auf dieser Platte hatte Windows leider die Boot-Dateien abgelegt, weshalb ich mit einem Windows-Rettungs-USB-Stick den Bootloader auf der Windows-Platte wiederhergestellt habe. Das Windows ließ sich danach normal starten, nur leider wollte der Explorer einfach gar nicht mehr. Über den Task-Manager und die Command-Line konnte ich lustigerweise alle möglichen anderen Programme benutzen. Aufgrund der Bootloader-Reparatur vermutete ich den Fehler blöderweise natürlich in Zusammenhang mit dieser.

Meine Windows-Partition und eine Partition für VM’s und Spiele befanden sich in einem RAID0 über 2 Platten verteilt. Eine der beiden Platten hing leider an dem kaputten S-ATA-Kabel und funktionierte augenscheinlich normal. Mit Checkdisk und anderen Programmen konnten aber keine gravierenden Mängel festgestellt werden bzw. alle Probleme behoben werden. Da ich mein Windows-Image aufgrund des Bootloader-Fehlers nicht verwenden wollte entschied ich mich alles besser platt zu machen und Windows manuell neu zu installieren. Also machte ich zur Sicherheit noch ein Backup der kaputten Windows-Partition und meiner gesonderteten Partition und habe das RAID0 aufgelöst. Das hatte ich sowieso seit längerem vor, da dieses keinen Geschwindigkeitszuwachs mit sich brachte.

Erst als ich alles wieder neu installiert hatte und mein Windows wieder vernünftig funktionierte gab es ein Problem, als ich die gesicherten VM’s wieder zurückspielen wollte. Das Backup-Programm stürzte immer wieder ab. Allerdings nur beim Zurückspielen auf die eine Platte, weshalb ich erst dann den wahren Fehler fand.

Nun ist Amazon um ein paar Euro reicher, meine S-ATA-Kabel wurden endlich erneuert und eine ungeplante frische Neuinstallation und RAID-Auflösung hat stattgefunden 🙂

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