Schulzeit

Beim Aufräumen habe ich noch übrig gebliebene Artefakte aus 13 (!) Jahren Schule (Berufsschule nicht mit eingerechnet) gefunden. Ein paar Arbeiten die ich ausnahmsweise nicht weggeworfen habe. Dabei musste ich unweigerlich daran denken was für eine wahnsinnige Anzahl von Arbeitserzeugnissen und somit auch einem großen Teil meiner bisherigen Lebenszeit ich nach Beendigung der einzelnen Schulabschnitte entsorgt habe. All die mühevoll angefertigten Zeichnungen und die Seiten langen Aufsätze, Analysen, Facharbeiten und Referate. Das ist nun alles komprimiert auf eine Hand voll Blätter. In Form subjektiv gewählter Zahlen zwischen 1 und 6, die im Grunde genommen nichts aussagen.

Die große Einsicht, dass die Zeit um bestimmte nicht erledigte Dinge wieder gerade zu rücken (in Bezug auf schulische Leistungen) oder die eine oder andere Sache (ohne das letzte bisschen Freizeit zu opfern) zu erlernen schon lange vorbei ist, setzt wohl bei vielen erst nach dem Lebensabschnitt „Schule“ ein. Erst danach kann man viele Aussagen, die man sich während der Schulzeit oft anhören musste, verstehen.

Beispielsweise bereue ich es heute definitiv, dass ich in meiner damals noch reichlich vorhandenen Freizeit nicht mehr Zeit in das Erlernen einer Programmiersprache gesteckt habe und kaum über ein „Hello World“ hinaus gekommen bin oder dass ich nicht eher angefangen habe Gitarre zu spielen.

Vielleicht macht man sich nur selber etwas vor, weil man der Meinung ist man hätte damals dann schon den Level an Kenntnissen erreicht auf dem man sich heute befindet. Vermutlich eine falsche Annahme, aber das „Was wäre wenn“ stört doch beim Gedanken an die teilweise enorme Verschwendung von Zeit…

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