Rohrpost ist nicht digitalisierbar

Bei manchen Nachrichten weiß man gar nicht, ob man da noch drüber lachen kann. So auch, als ich vor einigen Tagen las, dass im Kanzleramt noch eine Rohrpost zum Einsatz kommt. Gut, an sich wäre das vielleicht noch nicht ganz so schlimm, wenn es nicht heißen würde, dass diese antiquierte Kommunikationsart derzeit „alternativlos“ sei.

Wenn diese Aussage von irgendeinem Politiker kommen würde, dann könnte man noch darüber hinwegsehen. Aber nein, diese Aussage kam ausgerechnet von der Digitalstaatsministerin. Das ist ungefähr so, als würde man als IT-Admin sagen, dass man die Lochkarten noch weiter benutzen kann und nicht auf etwas moderneres umstellen kann.

In Sachen Digitalisierung ist Deutschland ja auch ein Spitzenreiter. Die in vielen Jahren nicht vernünftig implementierte Gesundheitskarte, der alles andere als flächendeckende Glasfaserausbau, Behörden bei denen Computer wegen eines Virusbefalls komplett weggeschmissen werden, sind nur wenige der Gründe warum dieses Land wohl digital abgehangen wird.

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