Review: Disconnect

Dieses Wochenende habe ich mir den Film „Disconnect“ angesehen. Dieser ist bereits 2 Jahre alt, hat es aber leider bisher nicht in den deutschen Raum geschafft. Er kommt erst diesen Januar hier zu Lande ins Kino. Dort werde ich mir den Streifen sehr wahrscheinlich auch noch auf Deutsch ansehen. Trotz nicht unbekannten Schauspielern wie Jason Bateman und Paula Patton ist der Film leider nicht sehr geläufig, was ich sehr schade finde und was mich seit dem ich den Film gesehen habe dazu bewegt hat diesen überall wo es geht zu liken und positiv zu bewerten.

Meiner Meinung nach sollte jeder der im Internet unterwegs ist diesen Film einmal anschauen. Es ist einer dieser Filme die nicht leicht sind, bei denen man nicht nebenbei noch eine Zeitschrift durchblättert oder in Gedanken woanders ist. Selbst sehr kritische Zeitgenossen wie Roger Ebert geben die Empfehlung den Film zu schauen. Natürlich hat der Film auch seine Schwächen, immerhin ist er auch der erste Spielfilm des Regisseurs der bis dato nur Dokumentarfilme gemacht hat. Dies ist aber keineswegs negativ aufgefallen und wird durch die grandiose Arbeit der Schauspieler wieder gut gemacht. Hier hat mich besonders Jason Bateman, den ich bisher nur aus Komödien kenne, in seiner ernsten Rolle als Familienvater sehr überzeugt. Und im gegensatz zu all den anderen Filmen aus der letzten zeit bei denen der letzte Funken einer Story durch übertriebene Effekte ersetzt wird hat dieser Film es geschafft eine besondere Atmosphäre zu erschaffen, was heutzutage nicht mehr bei allzuvielen Filmen gelingt.

Doch worum geht es in dem Film? Es werden 3 Geschichten gezeigt, deren Charaktere nur bedingt etwas miteinander zu tun haben, in denen es zu Dramen aufgrund unserer digitalen Medien kommt (Online-Bloßstellung, Online-Raub und Minderjährige die online vor der Webcam posieren). Die für mich dramatischste der gezeigten Geschichten ist die des Jungen Ben Boyd, der online bloß gestellt wird und die Auswirkungen im wahren Leben zu spüren bekommt. Diese Story hat mich am meisten mitgenommen, evtl. aufgrund meiner Symphatie für den dargestellten Charakter (Nerd, Musiker) und sehr nachdenklich gemacht. Denn an bestimmten Stellen fängt man unweigerlich an darüber nachzudenken wie man selbst andere vielleicht sogar unwissentlich verletzt hat. Online geht dies ja viel einfacher und vor einem größeren Publikum als offline. Der Film wird mich die nächste Zeit nicht loslassen und ich werde diesen mit Sicherheit noch desöfteren schauen.

Hier gibt es noch den Trailer. Da dieser meiner Meinung nach ziemlich viel spoilert empfehle ich diesen ab etwa 1:10 nicht weiterzuschauen! Ab da werden die negativen Auswirkungen unserer Medienlandschaft gezeigt.

 

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