Man muss nicht alles zahlen…

Ein Grund warum den Deutschen oftmals Geld fehlt ist weil uns von klein auf beigebracht wird jeden Mist ohne Gegenwehr oder Nachfrage zu zahlen. Den Beitrag hier, die Gebühr dort, die Steuer noch extra. Dabei sollte man sich an vielen Stellen einfach nur kurz informieren und wenn es ungerechtfertigt ist die Zahlung verweigern. Letztes Jahr ist mir das Lachen fast vergangen, als meine Freundin eine „PflichtSPENDE“ in Höhe von 25€ für Kopien in ihrer Berufsschule zahlen sollte. Für (zu dem Zeitpunkt) 2 Azubis mit gerade bezogener erster eigener Wohnung ist das schon nicht wenig. Wobei es mich auch interessieren würde wie das bei 2 Tagen Schule pro Woche in 3 Lehrjahren berechnet wird. Da wir auch Bücher für um die 50€ kaufen mussten habe ich das gar nicht eingesehen. Alleine schon wegen der Begrifflichkeit, die das ganze als Spende tarnt. Deshalb haben 5 Minuten googeln zu Tage gefördert, dass mit dem Geld das wir für die Bücher ausgegeben haben der zu zahlende Eigenanteil für Berufsschüler schon überschritten war. Was ist das Ende vom Lied? Der „ahnungslosen“ Lehrerin wurde der Gesetzestext vorgelegt und gezahlt haben wir bis heute nicht. Aber selbst ohne ein entsprechendes Gesetz würde es mich wundern wenn eine Klage bzgl. einer nicht bezahlten „PflichtSPENDE“ bei uns ankäme.

Manch einer mag denken es wäre asozial so etwas nicht zu zahlen, weil es den Schulen finanziell so schlecht geht. Dann sollte man das Geld vielleicht nicht in Pleiteländern und Insolvenzbanken versenken. Jeder sollte nur das bezahlen was er wirklich muss. Denn eins sollte man auch immer bedenken: Von desto mehr Stellen man sich so ausnehmen lässt, auch wenn es nur kleine Beträge sind, desto mehr wird es zur Normalität, dass man für jede Sache doppelt und dreifach zahlt.

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