Kontakte aus einem Android-Backup wiederherstellen

Wenn man sein Handy platt gemacht hat um eine neue Android-Version einzuspielen denkt man öfters leider nicht an ein Backup der Kontakte. Sofern man noch ein Komplett-Backup des vorherigen Android hat, ist es kein Problem dort die Kontakte zu extrahieren. Am einfachsten geht das ganze auf einem Linux-Rechner. Das Backup der Daten-Partition lag gestückelt als Tar-Archiv vor.

Also erst mal mit cat die einzelnen Dateien zusammenführen:

Danach benötigt man die Datenbankdatei in welcher die Kontakte gespeichert sind. Diese sollte hier liegen:

Um die Kontakte in eine gültige VCF-Datei zu exportieren benötigt man folgendes Skript:
https://github.com/stachre/dump-contacts2db/blob/master/dump-contacts2db.sh

Für die Ausführung des Skripts wird sqlite3 benötigt:

Danach muss das Skript noch ausführbar gemacht werden:

Das Skript auf die extrahierte Datenbankdatei anwenden und eine VCF-Datei für den Export festlegen:

Diese VCF-Datei kann man nun aufs Handy überspielen und dort einfach öffnen und einlesen.

 
Quellen:

http://askubuntu.com/questions/445997/how-to-convert-androids-contacts2-db-to-vcf
http://nerdspiral.com/howto-android-kontakte-retten-auch-aus-backups

Tobias Langner
Ich arbeite seit mehreren Jahren als IT-Administrator, bin ausgebildeter Fachinformatiker für Systemintegration und Studium-„Pausierer“ an der FernUni Hagen

Achtung: Für die Richtigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen, Skripte, etc. übernehme ich keine Gewähr. Deren Nutzung geschieht ausdrücklich auf eigene Gefahr!

Makros signieren

Office bietet eine Extra-Option um ein Zertifikat für die Signierung von Makros bereit zu stellen. Gerade in einer kleineren Umgebung ohne eine Certificate Authority kann man auf diese Option zurückgreifen, ohne sich mit der Zertifikatserstellung auseinander setzen zu müssen.

 

Danach steht das Zertifikat dem Benutzer der es erstellt hat zur Verfügung. Zum Signieren einer Excel-Datei muss man nun im VBA-Editor unter Extras > Digitale Signatur auswählen:

Aktuell ist die Datei nicht signiert. Das „Signiert als“ ist dabei etwas irreführend, da dem VBA-Projekt definitiv noch kein Zertifikat zugewiesen ist. Bei einem Klick auf Wählen wird das eben erstellte Zertifikat vorgeschlagen:

Nachdem man dieses mit OK bestätigt hat, ist es zugewiesen:

Damit die Makros nun bei anderen Benutzern ausgeführt werden können, benötigen diese ebenfalls das Zertifikat. Dazu muss man dieses erst mal über die MMC > Zertifikate > Eigene Zertifikate exportieren:

Dieses Zertifikat lässt sich nur ohne privaten Schlüssel exportieren. Diesen benötigt man auch nur um die Makro-Dateien zu signieren.

Anstatt das Zertifikat auf jedem Computer manuell zu installieren, kann man hierfür stattdessen auch eine Gruppenrichtlinie nutzen, sofern man keine CA hat. Da diese GPO nur für Computer greift, kann man die Benutzerkonfigurationseinstellungen deaktivieren:

Die GPO muss auf die entsprechenden Domänencomputer angewendet werden:

Innerhalb der Gruppenrichtlinie muss nun unter Computerkonfiguration > Richtlinien > Windows-Einstellungen > Sicherheitseinstellungen > Richtlinien für öffentliche Schlüssel > Vertrauenswürdige Stammzertifizierungsstellen das Zertifikat durch rechts klicken und dann über „Importieren“ importiert werden:

Nachdem die Gruppenrichtlinie aktiv ist und nach einem Neuanmelden durch die Benutzer aktualisiert wurde, kommt bei diesen folgende Meldung, wenn sie ein mit dem Zertifikat signiertes Makro ausführen wollen:

Da davon auszugehen ist, dass die signierten Makros ungefährlich sind, können die Benutzer Allen Dokumenten von diesem Herausgeber vertrauen auswählen um in Zukunft diese Nachfrage zu vermeiden.

Tobias Langner
Ich arbeite seit mehreren Jahren als IT-Administrator, bin ausgebildeter Fachinformatiker für Systemintegration und Studium-„Pausierer“ an der FernUni Hagen

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Wiederkehrende E-Mail-Abwesenheitsnotiz mit Powershell

Leider gibt es manchen Sonderfall, für den es keine Konfigurationsmöglichkeiten gibt. So ist es zwar möglich in Outlook einen Zeitraum für die Dauer einer Abwesenheitsnotiz einzustellen, aber eine wöchentlich wiederkehrende Abwesenheitsnotiz für einen Mitarbeiter, der nicht alle Tage in der Woche da ist, kann man leider nicht festlegen.

Ein Glück, gibt es doch kaum etwas, das sich nicht automatisieren lässt. Per Powershell ist das ganze kein Problem. Mit folgendem Skript lässt sich auf dem Exchange-Server die Abwesenheitsnotiz ein- bzw. abschalten. Das ganze in Kombination mit der Aufgabenplanung löst somit das Problem:

 

Zur Bedeutung der einzelnen Zeilen:

Durch den Punkt wird das angegebene Powershell-Skript nicht nur aufgerufen, sondern in das aktuelle Skript eingebunden. Das heißt die Funktionen etc. aus dem Skript stehen wie Module im eigenen Skript zur Verfügung.

Um den Exchange zu kontrollieren braucht man die Exchange-Management-Konsole. In diesem Fall aus dem Ordner „C:\Program Files\Microsoft\Exchange Server\V14\bin\“ für Exchange 2010.

Durch diesen Befehl verbindet man sich an den lokalen Exchange-Server.

Durch den letzten Befehl lässt sich für beliebige Domänenbenutzer die Abwesenheitsnotiz aktivieren oder deaktivieren. Zum Einschalten muss nur disabled in enabled geändert werden.

Noch ein Nachtrag:

Mit folgendem Befehl kann man sich die aktuelle Konfiguration der Abwesenheitsnotiz ansehen:

Dabei habe ich mich von den angegebenen Start- und Endzeiten irritieren lassen, da diese gar nicht gesetzt wurden. Auch in Outlook wurden diese nicht aktiviert, sondern waren dort ausgegraut.

Bei einem Gegentest habe ich dann gesehen, dass diese Zeiten immer angegeben werden. Ob diese wirklich berücksichtigt werden entscheidet sich durch den AutoReplyState:

… bedeutet, dass die Zeiten berücksichtigt werden.

… bedeutet, dass die Abwesenheitsnotiz dauerhaft aktiv ist.

Tobias Langner
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Makros per Gruppenrichtlinie deaktivieren

Zur Steigerung der Sicherheit sollte man die Ausführung unbekannter Makros in Office-Programmen unterbinden. Zuletzt wurde ein solches Makro für die Ransomware Goldeneye verwendet.

Um die Office-Programme über Gruppenrichtlinien konfigurieren zu können, benötigt man die entsprechenden ADMX-Templates um die nötigen Optionen im Gruppenrichtlinieneditor hinzuzufügen.

Eine schön sortierte Downloadmöglichkeit bietet folgende Seite: http://www.gruppenrichtlinien.de/artikel/hersteller-adm-templates-microsoft-google-und-adobe/

 

Als erstes eine Gruppenrichtlinie auf einem Domain Controller anlegen und für die Domänen-Benutzer aktivieren:

Da die für Office zu ändernden Einstellungen nur die Benutzer betreffen, können die Computerkonfigurationseinstellungen für diese GPO deaktiviert werden:

Für jedes Office-Programm müssen die Sicherheits-Einstellungen manuell bearbeitet werden. Im Fall von Excel navigiert man dazu unter der Benutzerkonfiguration zum Punkt Administrative Vorlagen > Microsoft Excel 2010 > Excel-Optionen > Sicherheit > Sicherheitscenter. Dort lässt sich über den Punkt „Einstellungen für VBA-Makrobenachrichtigungen“ das Verhalten steuern:

Den Punkt aktivieren und dann die gewünschte Option auswählen:

Bei dieser Auswahl können nur noch mit einem Zertifikat signierte Dateien mit Makros ausgeführt werden. Dazu in einem späteren Blogbeitrag mehr.

Nachdem die Gruppenrichtlinie aktiv ist und nach einem Neuanmelden durch die Benutzer aktualisiert wurde, können diese die Einstellung für Makros nicht mehr verändern:

Beim Versuch ein nicht signiertes Makro auszuführen kommt nun folgende Meldung:

Aus einem mir bisher nicht bekannten Grund ließen sich ein paar alte Excel-Dateien im Excel 97-2000-Format mit Makros trotzdem ausführen.

Tobias Langner
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Defekte MicroSD-Karten

Leider haben die negativen Rezensionen (siehe Amazon) bzgl. der Nutzung von 32 GByte MicroSD-Karten in Smartphones recht behalten. Die Karten taten ihren Dienst solange keine Daten vom internen Smartphone-Speicher auf diese verschoben wurden. Als wir ein komplettes Backup vom internen Speicher vor einem Android-Update machen wollten, tat sich plötzlich nicht mehr viel. Die SD-Karten sind dabei „draufgegangen“. Eine wird von keinem Gerät mehr erkannt. Auf die andere kann man zwar noch zugreifen, aber weder Dateien auf die Karte kopieren noch die vorhandenen Daten von der Karte herunterkopieren.

 

Auch mit dem Programm Testdisk ließ sich nichts mehr retten:

 

Auf der Karte, auf die ich noch Zugriff bekomme, kann man sehen, dass es anscheinend auch das Dateisystem vollends zerschossen hat:

Formatieren lässt sich auch keine der Karten mehr, egal mit welchem Programm:

Da die Rücksendefrist bei Amazon abgelaufen ist, habe ich die Karten an Samsung geschickt. Das ist jetzt auch ein paar Tage her. Mal sehen ob die mir Karten des gleichen Modells zuschicken, was keinen Sinn machen würde…

Tobias Langner
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