Von unterwegs über die FritzBox telefonieren

Da mein neuer Handy-Vertrag wenig Freiminuten, aber 2 GByte Datenvolumen hat, habe ich für den Fall, dass es einmal nötig sein sollte, eine Möglichkeit gesucht den Festnetzanschluss von zu Hause auch mobil zu verwenden.

Nach einiger Recherche habe ich meine erste Idee, die VOIP-Zugangsdaten der Telekom in einem Client direkt zu nutzen, verworfen. Dies soll wohl nur möglich sein, wenn man auch seinen Handyvertrag bei der Telekom hat.

Die Alternative ist der Aufbau eines VPN-Tunnels ins heimische Netz. Sofern man eine FritzBox hat, ist der Vorgang sehr einfach. Für die Verwendung des VPNs unter Android gibt es eine einfache Anleitung.

Sobald sich das VPN aufgebaut hat startet man die FritzApp!Fon. Deren Einrichtung ist ebenfalls sehr einfach, sollte aber am besten im Vorfeld im heimischen WLAN vorgenommen werden. Da man sich im Heimnetz befindet, findet diese den Router und man kann ganz normal mit der App telefonieren.

Der Datenverbrauch lag bei ca. 1 bis 1,5 MByte pro Minute des Gesprächs. Es gab keine Verzögerung und die Qualität war auch absolut in Ordnung. Vermutlich sollte es auch vom PC aus über das VPN z.B. mit PhonerLite möglich sein den Festnetzanschluss zu nutzen. Ebenso kann man damit auch kostengünstig über ein WLAN im Urlaub nach Hause telefonieren 😉

Der einzige Wermutstropfen ist, dass die meisten Provider die VOIP-Nutzung über mobile Daten untersagen. Aber da es über ein VPN läuft …

Tobias Langner
Ich arbeite seit mehreren Jahren als IT-Administrator, bin ausgebildeter Fachinformatiker für Systemintegration und Studium-„Pausierer“ an der FernUni Hagen

Achtung: Für die Richtigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen, Skripte, etc. übernehme ich keine Gewähr. Deren Nutzung geschieht ausdrücklich auf eigene Gefahr!

NVidia-Grafikkarte wird nicht mehr erkannt

Was gibt es nervigeres im Leben eines Nerds als von der Arbeit nach Hause zu kommen, den Rechner anzuschmeißen und dort auch wieder Probleme beheben zu müssen?! Plötzlich ging der zweite Monitor aus und ein Blick in den Geräte-Manager zeigte statt der alten 9800 GT nur noch „Display“ mit dem Microsoft Standard-Treiber.

Naja, da es nicht so aussah als ob ein Treiber-Update installiert wird, hab ich den Treiber versucht automatisch aktualisieren zu lassen. Dies endete mit mäßigem Erfolg:

Nach mehreren erfolglosen Versuchen die Karte inkl. Treiber aus der Systemkonfiguration zu löschen und den Treiber neu suchen zu lassen, habe ich versucht das Treiber-Setup von NVidia zu verwenden:

Super, genau damit hatte ich die aber eigentlich installiert. Auch nachdem ich alles von NVidia unter Programme in der Systemsteuerung deinstalliert hatte ließ sich das Setup nicht verwenden.

Den ganzen Treiber-Schrott habe ich mit dem Display Driver Uninstaller von Guru3D entfernt, aber auch danach konnte man das Setup vergessen.

Letzten Endes ließ sich die Karte nur noch mit dem Treiber installieren, den man bekommt, wenn man explizit nach der Karte auf der NVidia-Seite sucht. Dort wird maximal Version 342.01 für die 9800 GT angeboten. Merkwürdig, denn eigentlich lief die bisher immer mit dem aktuellen treiberpaket, zumal ich auch nichts verändert hatte o.O

Tobias Langner
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Samsung Galaxy „klonen“

Da gibt man seiner Mutter aufgrund des geschrotteten Displays genau das gleiche Smartphone-Modell, allerdings mit einem aktuelleren Android, und sie verzweifelt an den anderen Symbolen und am Einrichten des Smartphones. Die langwierige Lösung wäre es gewesen das Gerät wieder so zu konfigurieren wie sie es im Laufe der Zeit „verkonfiguriert“ hat. Alternativ bot es sich an zu versuchen das Smartphone einfach zu Klonen, da beim alten ja nur das Display defekt war.

Mit einem gerooteten Smartphone ist dies, wie ich bei diesem Test rausgefunden habe, absolut kein Problem. Ähnlich wie bei Acronis oder anderer Imaging-Software auf dem PC, kann man ein Backup-Image auf dem einen Smartphone erstellen und auf dem anderen wieder einspielen. Vermutlich funktioniert dies natürlich nur bei genau dem gleichen Modell. Alles lief danach für meine Mutter wie gewohnt weiter, außer dass das Gerät nun schwarz statt weiß ist 😀

Backup-Image des defekten Handys auf Micro-SD-Karte erstellen:

Backup-Image auf dem anderen Handy von der Micro-SD-Karte einspielen:

Tobias Langner
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Ransomware Goldeneye

ransomware1

Wie alle möglichen Nachrichtenportale berichten, ist eine neue wirklich tückische Ransomware unterwegs. Mittlerweile wird der Virus zumindest von AntiVir erkannt und sofort geblockt:

Auf einem Windows Server 2008 R2 (Terminalserver) verschlüsselt der Virus alle möglichen Dateien, auch von verbundenen Netzlaufwerken, auf die der Benutzer, in dessen Kontext die Excel-Datei ausgeführt wurde, Zugriff hat. Dabei verpasst er ihnen die Endung snYvMnrK, welche aber wohl wie Heise berichtet variiert.

In den betroffenen Laufwerken findet man danach noch folgende Textdatei:

ransomware6

ransomware2

Wenn man sich den Virus bzw. die zugrunde liegende Excel-Datei genauer ansehen will, sollte man sich eine virtuelle Maschine als Sandbox aufsetzen:

Der VBA-Code sieht auf den ersten Blick recht kryptisch aus. Im Prinzip besteht der Code aus einem Haufen Funktionen, die viele Strings anlegen und miteinenander verketten:

ransomware3

Im Sub, welches beim Öffnen der Excel-Mappe automatisch ausgeführt wird, werden die ganzen Strings aus den Funktionen in einer bestimmten Reihenfolge miteinander verkettet und dann in eine oder mehrere EXE-Dateien geschrieben:

ransomware4

Wenn man den Inhalt der Variable L6 z.B. mit MsgBox ausgibt, erkennt man, dass dort Programmcode zusammengebaut wird (Base64-Codierung):

ransomware5

Wenn man die Char-Angaben ausgeben lässt, die bei CreateObject und der gewählten Sprache verkettet werden, wird daraus MSScriptControl.ScriptControl und JScript. Vermutlich wurde durch dieses ganze Durcheinander an Verkettungen und der anscheinend willkürlichen Reihenfolge der einzelnen Strings der Virenscanner umgangen.

 

Erste Infos die ich zu den gefaketen Bewerbungen fand ich hier:
http://www.onlinewarnungen.de/warnungsticker/viruswarnung-bewerbung-von-rolf-drescher-enthaelt-malware/

Kurz darauf stieß ich auf den Heise-Artikel:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Goldeneye-Ransomware-greift-gezielt-Personalabteilungen-an-3562281.html

Tobias Langner
Ich arbeite seit mehreren Jahren als IT-Administrator, bin ausgebildeter Fachinformatiker für Systemintegration und Studium-„Pausierer“ an der FernUni Hagen

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